Flotte Flitzer mit der Kraft der Sonne

Letzte Aktualisierung:
Ganz schön schnell: Beim zwei
Ganz schön schnell: Beim zweiten Solarcup gingen die Kids mit selbstgebauten Flitzern ins Rennen. Dabei wurde manches Bobbycar im besten Sinne zweckentfremdet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das Wetter hätte für einen Tag der Solarenergie nicht besser sein können: Statt des Einheitsgraus der vergangenen Woche strahlte die Sonne mit aller Kraft vom fast wolkenlosen Himmel und hatte die Batterien der sechs solarbetriebenen Bobbycars anscheinend bis zum Anschlag aufgeladen.

Denn mit bis zu 28 Kilometer pro Stunde flitzen die Teilnehmer des zweiten Solarcups über die Rennstrecke und absolvierten wendig den Geschicklichkeitsparcour mit Hütchen-Slalom und Kreisel. Mit viel Liebe zum Detail hatten sechs Schülerteams ihre umweltfreundlichen Rennautos entwickelt.

Bei reiner Funktionalität war der Kreativität der Nachwuchsingenieure keine Grenze gesetzt. Ganz im Gegenteil: Einige Modelle überzeugten die fachkundige Jury mit technischen Finessen wie Beleuchtung, Blinkeranlage und sogar einem eingebauten Soundsystem mit Anschluss für den iPod.

Zum zweiten Mal hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen gemeinsam mit der Stawag im Rahmen der Solartage den Wettbewerb für Schulen aus der Region ausgeschrieben. Während die Aussteller der zehnten Messe auf dem Gelände der Stawag rund um Solarthermie und Photovoltaik - also die Gewinnung von Wärme und Strom durch Sonnenstrahlung - informierten, demonstrierten die jugendlichen Teilnehmer des Cups den Zuschauern ganz eindrücklich, wie viel Spaß und Spannung in der neuen Art der Mobilität stecken kann.

Im Frühjahr hatten die Teilnehmer einen Bausatz aus Bobbycar, Photovoltaikanlage und Anhänger erhalten. Daraus haben die Schüler gemeinsam mit einem Unternehmen einen mit Sonnenenergie betriebenen Rennboliden gebaut. Die Jury bewertet die technische Kreativität und Umsetzung, außerdem zählt das Abschneiden bei Rennen und Geschicklichkeitstest.

„Es ist schon viel Zeit und Energie, die die Unternehmen in dieses Projekt stecken”, lobt Ute Melchior, die zuständige Projektleiterin der städtischen Wirtschaftsförderung die örtlichen Unternehmen. Der Solarcup sei eine hervorragende Möglichkeit für Jugendliche, Kontakt zu Arbeitsplätzen der Zukunft und neuen Formen der Mobilität zu bekommen, betont auch Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, die als Schirmherrin das Rennen eröffnete.

Dreirad aus Bobbycar

Bei der Konstruktion mussten die Schüler jede Einzelheit bedacht. So hatte das Team der Gemeinschaftshauptschule Eilendorf einfach ein Rad abmontiert und aus dem Bobbycar ein Dreirad gemacht. „Ein Rad weniger bedeutet auch weniger Gewicht und weniger Reibung”, erklärt Lehrer Wolfgang Franzen diese Entscheidung. Auch optisch kann der umweltfreundliche Rennwagen überzeugen. Die Schüler haben im Rahmen des Projekts eine Autolackiererei besucht und dabei gleich ihrem „Sol-Eil” einen himmelblauen Anstrich verpasst.

Neben dem Spaß am Wettkampf sei nämlich das Kennenlernen von Betrieben und Berufen eines der großen Vorteile dieses Projekts, sagt Lehrer Franzen. „Die Schüler bekommen aktive Berufshilfe und Kontakt zu Firmen, die sie vielleicht für ein späteres Praktikum nutzen können.” Auch für den 15 Jahre alten Christian Gobbels ist die Berufsorientierung ein wichtiger Grund für die Teilnahme. „Ich kann mir schon vorstellen, später etwas in diesem Bereich zu machen”, sagt der Zehntklässler.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert