Flotte der Elektrobusse soll Verstärkung erhalten

Von: Marie Eckert
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Die Linien 33 und 73 werden um weitere elektrische Busse aufgestockt. Insgesamt werden bis zum Jahr 2018 14 Niederflur- und ein Doppelgelenkbus durch Aachen fahren. Foto: Michael Grobusch

Aachen. Mehr Elektrobusse in Aachen, ein neuer Aldi am Preuswald und die Haushaltplanberatungen fürs kommende Jahr: Die Agenda des Mobilitätsausschusses war bunt und voll. Auch die Anpassungen auf der Hohenstaufenallee waren ein Thema – dort erneuert die Stawag gerade Ver- und Entsorgungsleitungen.

In diesem Zuge sollen verschiedene Mängel an den Straßen gleich auch behoben werden. Im Mittelpunkt stehen vor allem Verbesserungen für Radfahrer durch verschiedene kleinere Maßnahmen. Unter anderem sollen zwischen den Einmündungen Goethestraße und Mariabrunnstraße die Parkstände für die parkenden Autos auf eine Tiefe von gut fünf Metern ausgebaut werden, für Schutzstreifen für Fahrradfahrer ist eine Regelbreite von 1,50 Metern vorgesehen.

Zwar nicht für Radfahrer, aber ebenfalls umweltfreundlich: Die Linien 33 und 73 werden um weitere elektrische Busse aufgestockt. Insgesamt werden bis zum Jahr 2018 14 Niederflur- und ein Doppelgelenkbus durch Aachen fahren. Der erste E-Bus wird noch im Dezember angeliefert, Mitte 2017 folgen sechs weitere Fahrzeuge, der Rest wird dann im Jahr 2018 geliefert.

Preuswald bekommt drei Geschäfte zur Nahversorgung: einen Aldi und zwei kleinere Läden. Das Gebiet liegt an der Lütticher Straße außerorts, Tempo 70 ist dort also vorgegeben. Schilder und Markierungen sollen auf Fußgänger und Radfahrer im Bereich der neuen Einkaufsanlage hinweisen, trotzdem gab es verschiedene Vorschläge und Ideen zum Thema Tempo 70 – Ampeln, ein Kreisverkehr oder ein Maximaltempo von 50 Stundenkilometern. Die Umsetzung ist aber fraglich.

Diskussionspotenzial gab es bei den Haushaltsplanberatungen fürs neue Jahr: Fast alle Fraktionen reichten noch Änderungsvorschläge zum bestehenden Entwurf ein. Die Linke wollte unter anderem die Mittel für die Fahrradab-stellanlagen von 15.000 Euro auf das Doppelte anheben und für Fahrradboxen an Haltepunkten statt 20.000 Euro 50.000 Euro investieren.

Auf wenig Gegenliebe stießen Änderungsvorschläge der Grünen: Sie wollten unter anderem die Tiefbaumaßnahmen für Radverkehrsanlagen und für Fahrradabstellanlagen deutlich erhöhen, die Unterhaltung bestehender Radverkehrsanlagen mit 100.000 Euro Mitteln als eigenen Haushaltsposten aufführen und Planungs-Baumittel für den sozialen Wohnungsbau in der Burggrafenstraße zur Verfügung stellen. Der größte Posten kam zum Schluss: Einige Aseag-Busse sollen mit einer Filtertechnik nachgerüstet werden. Diese Nachrüstung, so erklärte Wilfried Fischer von den Grünen, könne mit dem Geld bezahlt werden, das mit den Knöllchen zur Umweltzone unerwartet eingenommen worden ist, das seien zwischen einer und zwei Millionen.

Für die Mehrheit im Ausschuss war das alles „Traumtänzerei“, und am Ende setzte sich nur der Änderungsvorschlag der großen Koalition durch: Von der Fußgängerbrücke Bahnhof West werden im kommenden Jahr 50 000 Euro abgezwackt, die in die ÖPNV-Bevorzugung durch Signaltechnik fließen. In den kommenden Jahren soll die Signaltechnik ebenfalls erst mit 50.000, dann in 2019 und 2020 mit 45.000 Euro ausgebaut werden, gespart wird dafür unter anderem bei den versenkbaren Pollern.

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