FlicFlac: Schneefall im Zirkuszelt

Von: Stefan Herrmann
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Starke Männer mit Zipfelmütze: Mit ein paar letzten Handgriffen haben Arbeiter gestern dafür gesorgt, dass nun Vor- und Hauptzelt des Zirkus‘ FlicFlac für eine eindrucksvolle Kulisse auf dem Bendplatz sorgen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Wetterprognose für Weihnachten: Ab dem 21. Dezember wird es in Aachen Schnee geben. Zumindest auf einer überdachten Fläche von 2000 Quadratmetern. „Wir lassen es in unserer Show schneien“, verrät Sascha Freudrich, Produzent vom Zirkus FlicFlac, an diesem eiskalten Donnerstagmorgen, während hinter ihm das das schwarze Vorzelt in die Höhe gezogen wird.

 In wenigen Tagen startet der Weihnachtscircus im Dreiländereck mit dem Programm „Highlig Abend“. Bereits seit Montag herrscht auf dem Bendplatz geschäftiges Treiben. Und das nicht nur, weil eine Busladung Weihnachtsmarkt-Touristen nach der anderen ausgespuckt wird.

Es sind vor allem Zeltmeister David Storms und seine 30 Mann starke Crew, die den Platz in Beschlag nehmen und für staunende Blicke der Passanten sorgen. Mit traditioneller Zirkusromantik hat der Aufbau der gigantischen Zeltanlage im 21. Jahrhundert dabei nichts mehr zu tun. Aber auch das passt irgendwie zu FlicFlac.

Ein Knopfdruck von Storms genügt, dann steigt die Zeltkuppel fast wie von Geisterhand in die Höhe. Vorbei sind die Zeiten, in denen muskulöse Männer an Seilen ziehen müssen. „Wir setzen längst moderne Technik ein: Von der elektrischen Winde über Kettenzug, Kompressor und Stapler“, erklärt Storms. „Denn Fünf-Kilo-Hammer haben wir aber trotzdem für den Notfall dabei“, fügt der 45-Jährige an.

Stolze 50 Lkw-Ladungen waren nötig, damit FlicFlac alles in Aachen beisammen hat, um mit „Highlig Abend“ ab dem 21. Dezember Groß und Klein zu verzücken. Allein zwölf 40-Tonner haben Haupt- und Vorzelt angekarrt. Die Zahlen, die Storms und Freudrich präsentieren, klingen gigantisch: 48 Meter misst das Hauptzelt, in dem in einer guten Woche rund 50 Artisten aus 16 Nationen spektakuläre Nummern präsentieren werden.

„Unsere Show ist schrill, aber absolut familientauglich“, meint Freudrich. Trotzdem: Einige Nummern sind so nervenaufreibend, dass die Macher den Besuch erst für Kinder ab 6 Jahren empfehlen. Denn wenn zum Beispiel acht Motorradfahrer mit 60 km/h gleichzeitig durch die Stahlgitterkugel „Globe of Speed“ rasen, kann dem Betrachter schon einmal der Atem stocken. „Dafür steht FlicFlac: Es knallt und flackert ein bisschen mehr als in anderen Zirkussen“, freut sich Freudrich auf die Show in Aachen.

Insgesamt umfasst das Programm 13 Nummern. In dem hochmodernen Zelt, das zuletzt mit dem Musical „Cats“ auf Europatournee war, finden 1730 Zuschauer auf gepolsterten Sitzen Platz. Bevor es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun. An diesem Wochenende soll alles stehen.

„Dann geht es an die Detailarbeit“, sagt Storms. Licht- und Tonanlage werden installiert, die Dekoration aufgehängt. Und richtig spannend wird es dann, wenn Regisseur Thomas Bruchhäuser mit den Artisten das Programm in der Rekordzeit von vier Tagen perfekt abstimmt. Am 21. Dezember, da sind sich Freudrich und Storms einig, wird dann ein Rad ins andere greifen. Und es wird schneien. Soviel ist sicher.

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