Aachen - „Flashwichteln“: Bescherung als Massenspektakel

„Flashwichteln“: Bescherung als Massenspektakel

Von: Laura Knops
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Und schnell zugreifen: Nachdem beim „Flashwichteln“ die Geschenke in die Mitte gelegt wurden, wird per Glöckchen zur Selbstbescherung aufgerufen. So war es auch am Wochenende in der Rotunde des Elisenbrunnens. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eine ungewöhnliche Idee, kreativ inszeniert – am Sonntagnachmittag wurde in Aachen gewichtelt, und das auf ganz besondere Art und Weise. Nicht etwa wie beim traditionellen Wichteln, bei dem sich mehrere Personen durch zufällige Auswahl gegenseitig beschenken. Es wurde „geflashwichtelt“.

„Flashwichteln“ ist eine Kombination aus einem Flashmob, bei dem eine große Menge Menschen wie zufällig in der Öffentlichkeit zeitgleich ungewöhnliche Dinge tut, und Wichteln. Das funktioniert so: Zuerst sucht man ein schönes, lustiges oder praktisches Geschenk aus, packt es ein und erscheint zur verabredeten Zeit am Treffpunkt. Sobald das Glöckchen klingelt, werden alle Geschenke auf eine markierte Stelle gelegt. Wenn das Glöckchen ein zweites Mal erklingt, darf sich jeder ein neues Geschenk aussuchen und auspacken.

In Köln „erfunden“

„Schon letztes Jahr haben wir beim Flashwichteln teilgenommen, da allerdings noch mit viel weniger Teilnehmern“, erklärt Marco Ianicelli, einer der Organisatoren. Hinter dem ungewöhnlichen Flashmob steht die Idee, sich zu begegnen und etwas Gemeinsames zu erleben. Begonnen hat das Projekt vor drei Jahren, ins Leben gerufen durch die Kölner Agentur „Kabelbrand“. Erstmalig wurde 2010 in Köln „geflashwichtelt“. Im darauf folgenden Jahr nahmen immer mehr Städte, im ganzen deutschlandweit zehn, an dem Event teil. In diesem Jahr waren insgesamt 19 Städte, darunter Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Trier und Köln, an dem außergewöhnlichen Projekt beteiligt.

Überall versammelten sich pünktlich zahlreiche Menschen an öffentlichen Plätzen zum „Flashwichteln“ – Wichteln 2.0 sozusagen. Auch in Aachen trafen sich viele große und kleine „Wichtel“ um an der Aktion teilzunehmen und sich gegenseitig zu beschenken.

Mit dabei waren die unterschiedlichsten Geschenke von Weihnachtsdeko über Bücher bis zu ausgefallenen Stofftieren und „Krimskrams“. Verbreitet wurde die Aktion – in Aachen organisiert durch das Netzwerk Designmetropole Aachen – via Internet, soziale Netzwerke und Mundpropaganda. „Das tolle an der Idee ist, dass wildfremde Menschen sich gegenseitig beschenken und kleine Freuden machen“, erklärt Patricia Graf, die das Event mitorganisierte.

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