„Flapp“, für die etwas andere Stadttour

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
14551845.jpg
Scheint Spaß zu machen, die „Flapp“: Oberbürgermeister Marcel Philipp wählt sich übers Handy an einer der 13 Stationen ein in die Welt der Wissenschaft. Foto: Ralf Roeger
14552006.jpg
Haben offensichtlich Freude am „Flapp“: Ob Marcel Philipp, Dr. Jutta Bacher (Stadtmarketing), Institutsmitarbeiter Philipp Wacker (auch kleines Foto), Dr. Christian Becker (Stawag), Andreas Schneider (NetAachen) und Prorektorin Prof. Doris Klee (von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Hinter die Kulissen schauen und sehen, was Wissenschaft und Forschung in Aachen leisten: Diese Möglichkeit bietet jetzt eine App im Rahmen des Aachener „Future Lab Projektes“. An insgesamt 13 Stationen vom Dom bis zum innerstädtischen Campus laden digitale Stelen dazu ein, sich übers Handy in die Aachener Wissenschaftswelt einzuklinken.

Laut Oberbürgermeister Marcel Philipp passt dieses neue Angebot 1:1 ins Konzept der Stadt. Denn so gelinge es endlich, Aachen als Wissenschaftsstadt zu präsentieren. Rund ein Jahr lang haben Informatiker des Instituts „Medieninformatik und Mensch- und Computerinteraktion“ daran gebastelt. Laut Philipp Wacker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, baut der digitale Wissenschaftsführer auf die Systeme auf, die es beispielsweise schon im Rathaus und im Centre Charlemagne gibt. Doch besonders bemerkenswert seien bei dem neuen „Guide“ die 3-D-Animationen.

Grüße vom Roboter

So präsentiert sich an der fünften Station beispielsweise ein Roboter auf dem eigenen Smartphone und stimmt den Besucher auf das Thema „Intelligent produzieren“ und „Industrie 4.0“ ein. An jeder einzelnen Station gibt es zunächst eine allgemeine Einführung. Da, wo es möglich ist, werden wissenschaftliche Innovationen mit einer 3-D-Animation lebendig gemacht. Und es gibt zu jedem Themenbereich Artikel, die angeklickt werden können. So werden dem Besucher die neuesten Forschungen vorgestellt: Beispielsweise medizinische Prototypen, Körpergewebe aus dem 3-D-Drucker, oder neue Materialien, die Glasfaser ersetzen könnten. Und am Rathaus wird der Lotus-Effekt vorgeführt.

Virtuelle Welten am Dom

Am Dom geht es um virtuelle Welten, am Internationalen Zeitungsmuseum steht die Kommunikation im Mittelpunkt. Und am Institut für Werkstoffanlagen in der Augustinergasse erfährt der Besucher alles Erdenkliche auch zu der Mosaikfassade. Schön sei dieser Standort zwar nicht unbedingt, aber doch ein Beispiel für die Entwicklung studentischer Bauten, hieß es bei der offiziellen Präsentation der „Flapp“. Neben allseits bekannten Orten wie Super C, Audimax und RWTH Hauptgebäude werden bei der insgesamt 1,3 Kilometer langen Route auch weniger bekannte Stationen angesteuert: Das Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme beispielsweise.

Alles in allem bietet der Wissenschafts-Guide alles Wissenswerte rund um Aachens Hochschulen. Und das Schöne an dem System sei auch, dass die Inhalte jederzeit problemlos auf den neuesten Stand gebracht werden können, meint Philipp. Prof. Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs, wünscht sich, dass auch Schulen von diesem außergewöhnlichen Angebot Gebrauch machen.

Um den Guide möglich zu machen, haben die Aachener Hochschulen eng mit der Presseamt der Stadt Aachen zusammengearbeitet. Der User sieht auf einer Karte die einzelnen Stationen und auch seinen jeweiligen Standort. Wenn er sich in der Nähe einer Info-Stele befindet, wird er darauf aufmerksam gemacht.

Zwar kann man die Inhalte der App zum Teil auch bequem auf dem Sofa abrufen, aber erst vor Ort macht die Sache richtig Spaß, meinen die Macher.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert