Firmenlauf feiert Premiere am Klinikum

Von: Peter Schopp
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Massenandrang: Rund 7000 Sportbegeisterte haben gestern Abend beim ersten Firmenlauf auf dem Campus Melaten beste Werbung in Sachen Teambuilding gemacht. Foto: Andreas Schmitter
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Grandiose Kulisse für großartige Leistungen: Im Schatten des Klinikums lief das Spektakel genauso rund wie vordem am Hangeweiher.
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Selfie mit Olympiasiegerin: Heike Drechsler nebst jungen Fans.
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Daumen hoch in Sachen Beinarbeit: Organisator Daniel Gier.

Aachen. Die Bässe wummern aus den Boxen, erste Interviews mit Sponsoren werden geführt, eine immer größer werdende Menschenmenge strebt in die zahlreich entlang der Straße aufgebauten Pavillons – kurz: Es brodelt am Campus. Der Firmenlauf feiert bei seiner fünften Ausgabe Premiere in Aachens Vorzeige-Stadtteil.

Wo sonst Gehirnschmalz und Forschergeist notwendige Attribute darstellen, ist am Freitagnachmittag nur eines gefragt: läuferische Klasse und Durchhaltewille.

Die Bevölkerungszahl einer mittleren Kleinstadt hat sich in den Dunstkreis des Uniklinikums aufgemacht und hat sichtlich Spaß. Auf zwei Distanzen (4,8 und 9,6 Kilometer) können sich die Aktiven sportlich vergnügen – und tun dies zur Genüge. Der Grundgedanke, das Miteinander im Unternehmen zu fördern, ist erkennbar erfolgreich umgesetzt.

Wer vor dem ersten Startschuss an Start und Ziel vorüberflaniert, erkennt ein Stelldichein unüber-sehbar vieler Firmen. Sei es der Hauptsponsor Aachener Bank, Babor, die RWTH, Gewoge, MedAix, die Sparkasse, Intersport Drucks, die Barmer GEK und viele mehr – das „Who is Who“ der regionalen Unternehmerschaft hat sich entlang der Laufstrecke in Pavillons eingemietet und versorgt dort Sportler, Mitarbeiter und Fans mit allem Notwendigen.

Die Aseag „shuttled“, was das Zeug hält, die Cheerleader der Showtanzgruppe vom TV Richterich schwenken die Pompons, und die Football-Spieler der Aachen Vampires bauen sich allmählich vor der Startlinie auf, um das Feld im Zaum zu halten. Herrliches Laufwetter lässt die gute Stimmung noch ansteigen, auch wenn es kurzzeitig etwas dunkel am Himmel wird.

Für die Unternehmen ist es Spaß und gleichzeitig etwas Werbung, für den Campus eine tolle Gelegenheit, sich den zahlreichen Zuschauern zu präsentieren. Und der kann sich sehen lassen, findet auch Organisator Daniel Gier. „Wir haben es hier aus logistischer Sicht etwas einfacher gehabt als am Hangeweiher, allerdings mussten viele eingespielte Elemente neu durchdacht werden“, schaut er, letztlich sehr zufrieden, mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Veranstaltung. Seine Frau Tanja hat ihn in den vergangenen zwei Wochen nicht so häufig gesehen, dafür waren die letzten zwei Tage entspannter.

Manfred Bendig vom Software-Unternehmen Soptim gibt sich stellvertretend für den Großteil der Läufer lässig: „Ich gehe es ganz sachte an, laufe bewusst nur die kurze Strecke, und danach geht’s ab ins Sauerstoffzelt!“ Ganz lässig zeigen sich auch die Teilnehmer, die ihren Lieben daheim noch während des Laufens erste fotografische Eindrücke via Handy übermitteln.

Heike Drechsler, ihres Zeichens zweifache Olympiasiegerin im Weitsprung, bezeichnet sich selbst als Genussläuferin. „Ich habe hier keine sportlichen Ziele, freue mich aber, dass ich bei einer solch toll organisierten Veranstaltung meinen Teil zum Gelingen beisteuern kann“, freut sie sich als Patin des Firmenlaufes über einen Höhepunkt im Aachener Kalender. Die ersten Sieger stehen allerdings bereits lange vor dem ersten Start fest.

Die Veranstaltung wird vollkommen gemeinnützig durchgeführt, das bedeutet, alle Überschüsse werden den drei Organisationen zur Verfügung gestellt, die von einer Jury im Vorfeld auserwählt wurden. Das sind in diesem Jahr Tabalingo, das Haus St. Josef in Eschweiler und das Projekt „Breakfast4kids“. Jeweils 5000 Euro sind garantiert, nach dem Kassensturz im Nachgang der Veranstaltung gibt es gegebenenfalls noch einen Nachschlag.

Mittlerweile ist dann die Läuferschar auf der großen Distanz unterwegs, und während die letzten Läufer noch die Startlinie überqueren, hat Mussa Hudrog bereits die erste Runde absolviert. Er wird nach gut 30 Minuten in gewohnt souveräner Manier gewinnen, gefolgt von Yannik Stollenwerk und Ueda Taisuke.

Und kommentiert das mit einem „War ganz ordentlich“. Mehr als ganz ordentlich fand Liesel Cords von der Aachener Bank den Lauf. „Es war super, auch wenn ich das Laufen auf Asphalt nicht gewohnt bin. Und in einer solchen Masse ist es ganz speziell“. Sprach’s und verschwand in Richtung Partyzone.

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