Aachen - Finton Mumbure: Musik als „Instrument der Natur“

Finton Mumbure: Musik als „Instrument der Natur“

Von: Gerd Simons
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Verarbeitet emotionale Momente in seiner Musik: Finton Mumbure. Foto: Gerd Simons

Aachen. Mit seiner zweiten EP „Tatenda”, die seit Mitte Juni über alle gängigen Download-Portale erhältlich ist, betreibt Finton Mumbure Vergangenheitsbewältigung. Mit der 4-Track-CD setzt er seinem Bruder Tatenda, der vor 13 Jahren an Krebs gestorben ist, ein musikalisches Denkmal. Der Bruder sei immer noch allgegenwärtig und er spüre vor allem beim Musizieren seine Präsenz.

Den Titelsong von „Tatenda” hatte er 2004 zur Beisetzung seines Bruders geschrieben und erst jetzt im Studio aufgenommen. Das Lied feiert das Leben seines Bruders und erzählt in feinstem Afrika-Pop mit Reggae-Elementen von schönen Momenten, die er mit ihm erlebt hat. Aufgenommen hat der Wahl-Brander, der vor drei Jahren nach Deutschland gekommen ist, die Songs seiner neuen CD im Studio von Ramon Creutzer. Drei der vier Lieder stammen aus seiner Feder.

Der Liebe wegen in Deutschland

Bei „Trees of the World” beschreibt Mumbures Frau Jenny die Standhaftigkeit und das Verwurzeltsein von Bäumen, das sie sich auch für Menschen wünscht. Das Lied „Money” hat der aus Simbabwe stammende Musiker als Werbetrailer für das Eine-Welt-Camp 2017 geschrieben und in „Level Parasvika” geht es um den Alltag als Musiker, der im Studio seine Songs aufnimmt und immer wieder bemüht ist weiterzukommen. Der Titel ist autobiografisch, denn er zeigt, dass Musik Mumbures Berufung ist und nun endlich das Level erreicht ist, dass dies auch wertgeschätzt wird.

Der 31-jährige Koch, der sich aktuell um seine Musikkarriere kümmert, stammt aus Mutare in Ost-Simbabwe. Dort hatte Jenny Mumbure vor einigen Jahren aus Studiengründen ein Praktikum absolviert, den Musiker kennen- und lieben gelernt, vor drei Jahren geheiratet und dann ist er ihr nach Deutschland gefolgt.

Im Alter von 18 Jahren kam die Musikerlaufbahn von Finton Mumbure in Fahrt. Er lernte Gitarre und wurde Mitglied der Afro-Pop-Band „Rina Mushonga & The Zimfellas“ – und tourte mit ihr durch ganz Simbabwe. Seit 2013 schreibt er seine eigenen Songs, deren Texte ein Mix aus Englisch, Deutsch und seiner Muttersprache Shona sind.

Er bezeichnet sich selbst als „Instrument of the Nature“, als Instrument der Natur, und erzählt in seinen Songs von der Liebe, vom Glauben und vom harten und gleichzeitig wunderschönen Leben in seiner Heimat Simbabwe. In Aachen ist er endgültig angekommen und ist häufig, entweder im Alleingang als I Finton oder mit Band I Finton’s Kalabash bundesweit unterwegs.

Live gibt es I Finton am Sonntag, 18. Juni, ab 16 Uhr, im Rahmen des Café Rick Open-Airs am KuKuk, ehemaliger Zoll Hauset, und am Freitag, 30. Juni, in der Pfarrkirche St. Foillan, Hof 7, ab 20.15 Uhr in der Veranstaltungsreihe Songwriters Church.

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