Filmreife Schlägerei: Mann zückt Waffe

Von: Robert Esser
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Aachen. Vom Jäger zum Gejagten: Zwei Privatdetektive und ein zweiköpfiges TV-Kamerateam haben sich in Aachen-Richterich in der Nacht zum Mittwoch eine filmreife Auseinandersetzung mit einem bewaffneten Mann geliefert.

Der war plötzlich vor dem Auto des Quartetts aufgetaucht, das für die Reality-Serie „Stalkers“ im Auftrag des Senders Sat.1 in der Straße Weinhauser Weid die Wohnung eines mutmaßlichen Stalkers observierte. Davon war dieser offenbar wenig begeistert – überließ die Reaktion aber einem anderen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Angreifer dem mutmaßlichen Stalker nahestehen. Gegen Mitternacht bedrohte er die Pkw-Insassen mit einer Schusswaffe, die er vor deren Augen durchgeladen hatte. Es kam zu einem Handgemenge, die Waffe fiel zu Boden, der Täter flüchtete.

Das geschockte Observationsteam alarmierte die Polizei und beschuldigte einen 33-jährigen Mann. Dieser war den Fernsehleuten bereits bei früheren Recherchen begegnet. Gegen den Verdächtigen leitete die Polizei ein Strafverfahren ein. Zudem durchsuchten die Beamten im Rahmen ihrer Ermittlungen eine Gaststätte, eine Wohnung und mehrere Personen. Pfefferspray und zwei Gaspatronen wurden sichergestellt.

Der mutmaßliche Stalker (26) war der Polizei bereits bekannt. Seine ehemalige Lebensgefährtin fühlt sich von ihm terrorisiert. Sie wandte sich hilfesuchend an die TV-Produktion, die für Sat1 die „Stalkers“-Folgen dreht. Die Sendung bietet durchaus voyeuristische Einblicke in das Leben gestalkter Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ziel sei es, die Opfer endgültig von ihrem Stalker zu befreien – auch wenn dies zuvor Polizei und Gerichten nicht gelungen sei, so die TV-Macher. Dazu müsse man Beweise sammeln, auch durch Observationen, hieß es.

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