Aachen - Filmprojekt: Es gibt mehr als Rotwein oder Sauerkraut

Filmprojekt: Es gibt mehr als Rotwein oder Sauerkraut

Von: Carolin Kruff
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Deutsch-französisches Projekt: Dr. Wolf Steinsieck (Honorarkonsul Frankreich), Andreas Düspohl (Internationales Zeitungsmuseum, ganz hinten rechts), Kristin Balthasar (Lehrerin, ganz rechts) und die Schüler und Schülerinnen räumen mit Klischees auf. Foto: Andreas Steindl

Aachen. 2013 werden 50 Jahre Elysée-Vertrag gefeiert und damit 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft. In diesem Zusammenhang ist auch ein deutsch-französisches Filmprojekt am St.-Ursula-Gymnasium in Aachen und am Lycée Frédéric Ozanam in Chalons en Champagne entstanden. Bereits im Januar dieses Jahres startete die Stadt Aachen den Projektaufruf „Frankreich und Nordrhein-Westfalen im Dialog“.

Unterstützt wurde das Projekt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, vom Komitee Aachen-Reims und vom Internationalen Zeitungsmuseum Aachen. Der Kurzfilm, der sich in amüsanter Weise mit Klischees auf deutscher bzw. französischer Seite auseinandersetzt, wurde nun im Deutsch-Französischen Kulturinstitut in der Theaterstraße von den Regisseuren und Akteuren selbst – drei deutsche und fünf französische Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse – präsentiert.

„Projekte wie dieses zeigen: Die Beziehung von Deutschland und Frankreich muss in jungen Händen liegen“, bestätigt Dr. Wolf Steinsieck, Honorarkonsul der Republik Frankreich und stellvertretender Vorsitzender des Partnerkomitees Aachen-Reims.

Der Film entstand an sechs Tagen. Dafür wurde ein kleiner Austausch organisiert: Drei Tage wurde in Chalons en Champagne gedreht und drei Tage in Aachen. Der fertige Film ist sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache zu sehen, unter anderem wurde er im Didaktikraum des Internationalen Zeitungsmuseums geschnitten.

„Das Projekt hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem habe ich viele neue französische Vokabeln gelernt“, berichtet die Schülerin Carina Schmadalla vom St.-Ursula-Gymnasium. Der französische Schüler Hugo Lucas kann ihr nur zustimmen: „Beim Filmdreh haben wir viel gelacht und die Stimmung war gut. Zudem hat man gemerkt, wie wichtig es ist, eine Fremdsprache zu lernen.“

Das betont auch Kristin Balthasar, die das Projekt auf deutscher Seite als Französischlehrerin begleitete: „Fremdsprachen sind wichtig, auch für den späteren beruflichen Erfolg. Heutzutage können viele Stellen im deutsch-französischen Kontext nicht besetzt werden, da Bewerber fehlen, die beide Sprachen beherrschen.“

Sie selbst studierte in Frankreich und lernte bereits während des Studiums Gwenaëlle Bourdaudhui kennen, die von französischer Seite aus das Projekt als Lehrerin begleitete. So kam auch der Kontakt der beiden Schulen zustande.

Im Mai dieses Jahres wurde das Projekt von der deutsch-französischen Jury als „förderwürdig“ eingestuft, ein entsprechendes Zertifikat überreichte Europaministerin Angelica Schwall-Düren in Düsseldorf. Der Film mit dem Titel „Arbeiten in Frankreich – Oh la la“ ist in Kürze auf den Homepages beider Schulen, der Deutsch-Französischen Kulturinstitute, der Goethe-Institute in Frankreich und auf YouTube zu sehen.

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