Aachen - „Filmkonzert” beschert Musik, die sogar die Augen anspricht

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„Filmkonzert” beschert Musik, die sogar die Augen anspricht

Von: akas
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Junge Talente: Anne Bonczek, Nora Krings und Theresa Schneider traten beim Filmkonzert des Kaleidoskop-Filmforums auf. Foto: Schmitter

Aachen. Manchmal ist Musik nicht nur ein Genuss für die Ohren. Sie geht tiefer, im Idealfall bis unter die Haut. Dass Musik jedoch den Sehsinn gleich mit anspricht, zeigten Nachwuchsmusiker und bereits etablierte Profis beim Filmkonzert des Aachener Filmforums Kaleidoskop.

Unter dem Motto „Keine Lust auf Mozart” präsentierten Teilnehmer des gleichnamigen Musikwettbewerbs ihre Beiträge vom vergangenen Jahr. In zwei Sektionen waren junge Talente im Alter von zehn bis 17 Jahren dazu angehalten worden, neue Musik zu interpretieren oder eine eigene Vertonung zu Georges Méliès´ Stummfilm „Der wunderbare lebende Fächer” zu komponieren.

„Film und Musik und Musik und Film” - mit diesen Worten beschrieb Doris Talpay vom Kaleidoskop den vielschichtigen Abend. Denn es sollte nicht nur gezeigt werden, inwiefern Musik die persönliches Betrachtungsweise von Filmen lenken und verändern kann. Auch das innere Auge der Zuschauer wurde geschult. „Es gibt Musik, die Bilder entstehen lässt, ohne dass ein Film da ist. Dann handelt es sich um Musik für die Augen.”

Während Anne Bonczek, Nora Krings und Theresa Schneider mit ihren Querflöten dem Tierreich zu Gehör verhalfen, ließen Dana Fröhlich mit der Harfe und Simone Clas mit Klavier- und Flötenmusik Mlis´ Stummfilm von 1904 von zwei gänzlich unterschiedlichen Seiten erleben.

Der Abend sollte für die jungen Talente ein besonderes Geschenk sein und ihnen zeigen, dass abgesehen von der Platzierung das musikalische Engagement nach einem Wettbewerb nicht aufhören sollte. „Hinter der künstlerischen Auseinandersetzung und Entwicklung der Kreativität stehen ganz viele Prozesse, die nicht auf einen einzigen Moment hinauslaufen”, betonte Talpay.

Einen Blick darauf, wohin sie ihre musikalische Reise führen könnte, durften die Nachwuchsmusiker im weiteren Verlauf des Abends erhaschen. In Kleinbesetzung stellten Manou Lieber (Harfe), Catharina Marquet (Gesang) und Olaf Futyma (Flöten) vom „Neue Musik Ensemble Aachen” zeitgenössische Musik vor, die mit unkonventionellen Spielweisen surrealistische Bilder hervorrief.

Als krönenden Abschluss jedoch bot das Kaleidoskop mit den Musikern Lutz Felbick (Klavier) und Heribert Leuchter (Saxophon) ein Programm, dass Filmliebhaber und Musikfreunde gleichermaßen begeisterte.

Zu vier Kurzfilmen von Lotte Reiniger, der „Meisterin des Silhouettefilms”, lieferten die beiden Musiker live den Soundtrack und bewiesen deutlich: „Man kann nicht nur das Hören lernen, sondern auch das Sehen lernen.”
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