Aachen - Filmische Botschafter Frankreichs im Apollo-Kino

Filmische Botschafter Frankreichs im Apollo-Kino

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Cinéfête“ wird zehn Jahre alt – zumindest in Aachen. Seitdem zeigt das Institut Français Aachen in enger Zusammenarbeit mit dem Apollo-Kino im Rahmen des französischen Jugendfilmfestivals aktuelle französischsprachige Filme mit deutschen Untertiteln für Kinder und Jugendliche.

Bundesweit gibt es das Festival sogar bereits seit 18 Jahren und konnte allein im vergangenen Jahr 100.000 Schülerinnen und Schüler als Besucher in 100 Kinos in 85 deutschen Städten zählen.

Auch wenn die Macher in Aachen erst später auf den Festivalzug aufgesprungen sind – vom Erfolg sind sie überzeugt: „Wir haben einen extrem hohen Zuspruch. Im vergangenen Jahr waren 1600 Schülerinnen und Schüler da, und die kamen aus der Städteregion und mittlerweile auch verstärkt aus der Euregio“, berichtete Dr. Angelika Ivens, Geschäftsführerin des Institut Français.

„Manchmal kommen Schulen gleich mit 200 Schülern per Reisebus.“ Es freue sie, französische Kultur und Sprache auf diese Weise jungen Menschen zu vermitteln, „obwohl immer weniger Schüler Französisch mehrere Jahre in der Schule lernen“. Da alle Filme untertitelt wurden, brauche es tatsächlich keine französischen Sprachkenntnisse. „Die Filme eignen sich genauso gut für den Geschichts-, Religions- oder Literaturunterricht.“

In diesem Jahr zeigen Simon Kluge und sein Apollo-Team vom 27. November bis 1. Dezember acht Filme, „davon vier, die bislang noch in keinem deutschen Kino gelaufen sind“. Dazu gehören der Abenteuerfilm „Les Malheurs de Sophie“, die Teeanger-Komödie „Jamais contente“, die Wirtschafts- und Politdokumentation „Merci, Patron!“ sowie die Sozialdoku „Swagger“.

Auf dem Programm stehen aber auch Filme, die bereits mehrfach ausgezeichnet oder für Filmpreise nominiert wurden. So zum Beispiel der Animationsfilm „Ma vie de courgette“ („Mein Leben als Zucchini“) von Claude Barras. „Frantz“ ist die Geschichte zweier junger Menschen, die um den gleichen deutschen Soldaten trauern, der im Ersten Weltkrieg sein Leben ließ. Paula Beer wurde für ihre Rolle der deutschen Anna für den Europäischen Filmpreis nominiert.

„Le ciel attendra“ („Der Himmel kann warten“) beschäftigt sich mit den Gründen zweier junger französischen Mädchen, in den Dschihad zu ziehen und stellt vor allem die Frage: Gibt es einen Weg zurück? „Quand on a 17 ans“ begleitet Damien und Thomas bei Pubertät und seelischem Wachstum. Für alle Filme stehen Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung im Internet (www.apollo-aachen.de/cinefete) kostenlos zur Verfügung.

Vielfältige Auswahl

„Die Filme geben einen guten Einblick in Frankreichs Gesellschaft. Die Themenauswahl ist wieder sehr vielfältig und sicher nicht nur etwas für junge Menschen“ meinte Virginie Crossouard, die beim Institut für die Kulturplanung zuständig ist. Tatsächlich kann jeder für 3,50 Euro pro Person zu den Vorstellungen kommen. Allein Schülergruppen und Schulklassen sollten sich bis 22. November über die oben genannte Internetseite anmelden.

„Wir haben 60 Vorstellungen im Angebot, täglich um 9, 11, 13 und 15 Uhr. Die Anmeldungen entscheiden schließlich über den tatsächlichen Spielplan“, erläuterte Kluge.

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