Filmgenuss: Open-Air-Kino startet im Dressurstadion

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Richten alles für den uneingeschränkten Filmgenuss im Dressurstadion: von links Moritz Stürtz, Sabine Mathieu und Leo Stürtz. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Am Mittwoch brummte der Lüfter noch ziemlich laut, um die heiße Luft vom Hochleistungsprojektor abzutransportieren. Wenn am Donnerstag die ersten Bilder über die auf 23 mal 13 Meter aufgeblasene Leinwand, gehalten von 16 Tanks mit 16.000 Kilo schwerem Wasser, im Dressurstadion des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) flimmern, wird davon dank eines schallisolierenden Käfigs nichts mehr zu hören sein.

Die Gäste des Open-Air-Kinos des Rotary Clubs Aachen-Nordkreis können sich dank professioneller Technik und engagierter Ehrenamtlicher ganz dem Kinogenuss des Auftaktfilms hingeben. Und das dank überdachter Sitztribüne auf jeden Fall trocken.

Dafür sind und waren vor, während und nach der elftägigen Filmreihe für den guten Zweck jede Menge Menschen im Einsatz: Die Rotarier, ihre Familienmitglieder und Freunde kümmern sich um Kasse, Popcornverkauf und Platzanweisung. „Wir haben nur 40 Mitglieder und brauchen doch insgesamt 90 Menschen“, erklärt Rotary-Präsidentin Sabine Mathieu.

Mit Leo Stürtz, dem Vorsitzenden des Gemeindedienstes des Rotary Clubs, seinen beiden Söhnen Sebastian und Moritz und seinem Mitarbeiter Guido Lausberg weiß sie zudem echte Kinofachleute an ihrer Seite, denn sie alle sind Teil des größten Kinounternehmens der Region, das Stürtz betreibt.

Sie haben die Technik organisiert, die Filme bei den Verleihern zu einem möglichst günstigen Preis ausgeliehen, den nötigen Bauantrag gestellt und vor allem Sponsoren gesucht. „Ohne die geht es nicht“, weiß Sabine Mathieu. „Wir gehen mit 25.000 Euro in Vorleistung.“ Und natürlich soll am Ende noch etwas für den guten Zweck übrig bleiben. Das waren im vergangenen Jahr immerhin 12.000 Euro.

Wohl auch dank der feinfühligen Auswahl der Filme, die in der siebten Auflage wieder so ist, dass „Filme, die nicht mehr hoch aktuell, aber doch noch in aller Munde sind“, auf dem Programm stehen. Die Kassenschlager werden wohl – nach Stürtz‘ Kinosachverstand – „Willkommen bei den Hartmanns“ und „La La Land“ sein. „Die kann man sich auch gut ein zweites Mal ansehen“, findet er.

Sein Geheimtipp ist allerdings „Hidden Figures“, eine Geschichte von drei afroamerikanischen Mathematikerinnen, deren Berechnungen Grundlage für den ersten amerikanischen Raketenstart ins All waren. „Eine großartige Geschichte. Der wurde wirklich unter Wert verkauft.“ Beim Rotary-Kino im Stadion (siehe Info) hat man jetzt eine zweite Chance.

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