FH-Team rückt den Dom ins rechte Licht

Von: Thorsten Karbach
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Besiegelten die Kooperation zw
Besiegelten die Kooperation zwischen Dom und FH: von links Professor Anke Naujokat, FH-Rektor Professor Marcus Baumann, Professor Ulrich Hahn, Dompropst Helmut Poqué und Professor Ilka Helmig. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Haydns Nelson-Messe begleitet die ersten Meter in den Dom. Zumindest in der neuen Annäherung an das Weltkulturerbe, denn der Messgesang des Domchores untermalt den Start der neuen filmischen Präsentation, die Teilnehmer von Domführungen in der neuen Dominformation auf den Besuch des Münsters vorbereiten.

Professorin Ilka Helmig (Fachbereich Gestaltung), Dekanin der Fachhochschule Aachen, spricht von einer visuellen Didaktik zur Genese des Doms. Professorin Anke Naujokat vom Fachbereich Architektur von einem ersten Mosaiksteinchen, denn die Präsentation ist sozusagen Vorabergebnis der neuen Kooperation der FH Aachen und des Domkapitels.

Das Bild von den Mosaiksteinchen passt in diesen Tagen sehr gut zum Aachener Dom. Denn Millionen wurden in den letzten Jahren im Dom gesäubert. Ganz so umfangreich wird die neue Kooperation von FH und Domkapitel wohl nicht, aber Dompropst Helmut Poqué spricht davon, sie „Steinchen für Steinchen” zu erweitern. Die Präsentation für Dombesucher ist also nur der Anfang. Zumindest der der vertraglich besiegelten Kooperation. Denn die Zusammenarbeit mit den Hochschulen hat am Domkapitel Tradition. Schon vor 60 Jahren wurde RWTH-Professor Josef Pirlet in die Sanierung der Chorhalle einbezogen, 1992 ein Kooperationsvertrag mit der TH über wissenschaftliche und technischen Hilfen zum Erhalt des Münsters unterzeichnet. Nun wird die Zusammenarbeit mit der FH intensiviert, die aber auch schon Spuren am und rund um den Dom hinterlassen hat. Nicht zuletzt weil die neue Dominformation ein Werk von Professor Ulrich Hahn ist, ebenfalls FH-Architekt.

Am Fachbereich Gestaltung entwickelten Studierende unter der Federführung von Professorin Helmig das Corporate Design (Erscheinungsbild) und die Beschilderung der Dominformation. Hahn und Helmig sind auch an der neuen Dompräsentation, die die Blicke für Bau- und Kirchengeschichte, Weltliches und Geistliches, Heiligtümer und Kirchenschätze schärft, beteiligt. „Man sieht nur, was man weiß. Und ein wissender Blick ist viel effektiver. Das Lernerlebnis ist für den Besucher größer”, kommentiert er das Ergebnis.

8800 Gruppen werden jährlich durch dem Dom geführt. Sie alle werden vorab die Präsentation vorgeführt bekommen und mit diesem Wissen in den Dom gehen. Übersetzungen ins Französische und Englische sind angedacht, Ausarbeitungen etwa für Kinder möglich. „So wird sich in Zukunft der Blickwinkel auf den Dom vergrößern”, verkündet Propst Poqué und schaut auf den Vertrag, den er ebenso unterzeichnet wie FH-Rektor Professor Marcus Baumann. „Wenn wir in Zukunft Probleme sehen, haben wir einen kompetenten Ansprechpartner für kreative Lösungen”, sagt Poqué. „Wir empfinden eine tiefe Verbundenheit zu Stadt und Region und der Dom ist ein entscheidendes Merkmal der Stadt und der Region. Wir sind stolz, dass wir hier unseren Beitrag leisten können”, erklärt Baumann. Der könnte im Hinblick auf das Jahr 2014 gefragt sein. Dann ist wieder Heiligtumsfahrt aber auch 600-Jahr-Feier des Bestehens der gotischen Chorhalle und 1200. Todestags Karls des Großen. Aber schon jetzt gibt es Synergien. Aktuell betreuen am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Professorin Ingrid Scholl und Professor Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung, Bachelorarbeiten zum Thema Marketing des Doms. Auch ein Ansatzpunkt für die Arbeit, der für das Domkapitel so wohlig klingt wie für die Besucher die Haydn-Messe.

Fächerübergreifendes Projekt der Fachhochschule Aachen

Die Präsentation ist ein Projekt der Fachhochschule Aachen. Die Koordination lag bei Professor Anke Naujokat vom Lehrgebiet Baugeschichte und Entwerfen, Fachbereich Architektur. Für das Konzept „3D Visualisierung” ist Professor Ulrich Hahn vom Lehrgebiet Entwerfen und Darstellende Geometrie, FB Architektur, verantwortlich, das Konzept zur grafischen Gestaltung kommt von Professorin Ilka Helmig, Dekanin des Fachbereichs Gestaltung. Die inhaltliche Konzeption und Umsetzung stammt von Lydia Konnegen und Dr. Frank Pohle. Beteiligt waren zudem Robin Klein (R-Klein-Webdesign, Köln), Gabriela Mirazón-Hahn (Bildkonzeption), Ole Gehling, Markus Lingemann und Sascha Wahlbrink (alle FB Gestaltung).

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