FH-Architekturwettbewerb gibt kreative Impulse

Von: Paula Schönfelder
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Überzeugte die Jury mit „Urban Hofjes“: Laura Viktoria Koch. Foto: Harald Krömer

Aachen. Sie sind Künstler, Ingenieure und gleichzeitig Freiraumplaner – die Teilnehmer des 6. Architekturwettbewerbs der Fachhochschule (FH) Aachen und der S-Immo mussten viele Eigenschaften in ihrem Projekt vereinen, um die kritische Jury zu überzeugen.

Nach einer Diskussion bis zur letzten Minute stand die Siegerin aber fest: Laura Viktoria Koch erreichte mit ihrem Modell „Urban Hofjes“ den ersten Platz.

15 Masterstudierende des Fachbereichs Architektur nahmen an dem Wettbewerb teil. Dabei war die Aufgabenstellung gar nicht einfach und die Zeit mit drei Monaten knapp begrenzt. „Uns ist wichtig, einen Impuls für den Städtebau in der Region zu geben“, erklärt Dietmar Röhring, Geschäftsführer der S-Immo.

So lautete das Thema dieses Jahr Aachen-Rothe Erde und Aachen-Forst. Dort soll in einem Bereich zwischen Freunder Weg, Bonifatiusstraße, Zeppelinstraße und Mataréstraße eine Wohnanlage mit etwa 2000 Quadratmetern entstehen. „Die Studierenden hatten viel zu beachten: Wirtschaftlichkeit, Baurecht und Freiraum müssen auf kleinem Raum verbunden werden“, beschreibt Professor Ulrich Eckey von der FH die Herausforderung.

Eine knifflige Aufgabe, die Laura Viktoria Koch ganz besonders gut lösen konnte. „Mir war wichtig, einen intimen Innenraum zu schaffen“, erzählt die 28-jährige. Denn das Grundstück befindet sich in zentrumsnaher Lage und ist von mehreren Seiten einsehbar. Das Modell der Studentin beschreibe längliche Höfe in kreisförmiger Anordnung und verspreche daher Gemeinschaft, aber gleichzeitig auch Privatsphäre, so Juror Eckey. „Fünf verschiedene Wohnungstypen ermöglichen ganz unterschiedliche Nutzung durch zum Beispiel Familien“, beschreibt Koch ihr Projekt.

Durch den Wettbewerb profitieren die Studenten, die daraus viel lernen könnten, ist sich Professor Horst Fischer von der FH sicher. „Aber auch der Region bringt es neue Anreize. Wohnen verändert sich stetig. Dabei spielt sozialer Wohnungsbau eine immer größere Rolle“, erklärt er damit ein weiteres Bewertungskriterium. So liege der Schwerpunkt der Arbeit besonders auf Familien mit Kindern mit niedrigem Einkommen.

Dafür ist laut Experte Ulrich Eckey das Modell seiner Studentin Lea Viktoria Koch das beste Beispiel. Atmosphärisch, ökologisch und ökonomisch sind seine Schlagworte. Preiswert und doch qualitativ hochwertig: So soll das Wohnen der Zukunft aussehen.

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