FH Aachen: Meilensteine auf dem Weg zum Studium

Von: Katharina Menne
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Mit Maschinenbau und Elektrotechnik weit vorn: Faszinierende Einblicke in aktuelle Projekte und Infos rund ums Studium gab es beim jüngsten Infotag der Fachhochschule am laufenden Band. Foto: Andreas Steindl
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Saubere Leistung: Professor Stefan Bauschke (rechts) erklärt das Modell einer Autowaschanlage mit modernster Technik. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kommunikationsdesign, Biotechnologie, Wirtschaftswissenschaften oder Luft- und Raumfahrttechnik – das Spektrum der Studiengänge an der Fachhochschule Aachen ist breit. Damit Studieninteressierte den Überblick behalten und sich rechtzeitig über das Angebot informieren können, veranstaltete die Hochschule bereits zum zehnten Mal den „Hochschul-Informationstag“.

Über drei Gebäude verteilt konnten die rund 4000 Besucher 68 Exponate bewundern oder gleich ausprobieren und zahlreiche studieninformierende Vorträge besuchen.

Zwischen Medizin und Biologie

Erik Melchior aus Stolberg zum Beispiel möchte gerne Biotechnologie studieren. Der 16-Jährige besucht zurzeit die 11. Klasse und informiert sich schon frühzeitig über Möglichkeiten und Voraussetzungen eines solchen Studiums. „Am meisten interessiert mich die sogenannte rote Biotechnologie.

Da beschäftigt man sich zum Beispiel mit der Entwicklung von neuen Medikamenten“, erzählt er. „Diese Mischung aus Medizin und Biologie finde ich spannend.“ Er lässt sich deshalb von Thomas Schnitzler, dem Leiter des Lehrgebiets Zellkulturtechnik, erklären, was in einem Biotechnologie-Studium auf ihn zukommt, wie lange er studieren muss und ab wann er sich spezialisieren kann.

An Schnitzlers Informationsstand steht ein auffälliges, sich wellenartig bewegendes Gerät. Darauf liegt ein Beutel mit einer roten Flüssigkeit, aus dem zahlreiche Kabel und Schläuche herausragen. „Das ist ein Wave-Bioreaktor“, erklärt Schnitzler. „Darin werden tierische Zellen kultiviert, das heißt vervielfältigt, und mit zahlreichen Sensoren werden ihr Wachstum und ihr Verhalten untersucht. Ein solcher Beutel kostet rund 300 Euro.“

Ein Scooter aus dem Drucker

Ebenfalls ein teurer Spaß sind die Teile, die eine Etage höher den 3D-Drucker verlassen. Philipp Seißler ist in den letzten Zügen seines Produktdesign-Studiums und stellt sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler, die an seinem Stand stehen bleiben. Währenddessen druckt der 3D-Drucker live ein Bauteil für sein Streetscooter-Modell, das er im Rahmen seiner Masterarbeit entwickelt hat.

„Obwohl die Drucker selbst immer günstiger werden, ist der Druck immer noch recht teuer und vor allem langwierig. Einen Sitz für das Modell zu drucken dauert mehrere Stunden“, stellt er klar. Deshalb müsse man bei jedem Bauteil vorher überlegen, welches Herstellungsverfahren am sinnvollsten ist. „Für die Massenproduktion eignen sich 3D-Drucker daher noch nicht.“

Im Nachbargebäude summt, surrt und piepst es in einem fort. Hier präsentieren sich Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik und viele weitere technische Studiengänge den Interessenten. Jonas Brede zum Beispiel möchte zum nächstmöglichen Zeitpunkt anfangen, Elektrotechnik zu studieren.

Der 19-Jährige hat bereits eine Lehre zum Elektroniker für Betriebstechnik absolviert und während der Ausbildung gemerkt, dass er gerne später in der Position eines Ingenieurs arbeiten würde. Er informiert sich deshalb am Stand von Stefan Bauschke, Professor für Energietechnik.

Studierendenzahl wächst rasant

Melanie Bode ist extra aus Wittmund an der Nordsee angereist. Die 25-Jährige arbeitet dort als Wartungsmechanikerin auf einem kleinen Flugplatz und möchte ebenfalls auf ihre Ausbildung noch ein Studium draufsetzen. „Das war von Anfang an der Plan“, sagt sie. „Mich hat schon immer interessiert, wie so ein Flugzeug konstruiert werden muss, damit es tatsächlich abhebt. Aber ich wollte vor dem Studium noch ein bisschen Praxiserfahrungen sammeln.“

Sie habe sich deshalb im letzten Jahr schlau gemacht, wo man in Deutschland überall Luft- und Raumfahrttechnik studieren kann. „Die Modulbeschreibungen der FH Aachen entsprechen genau meinen Vorstellungen. Wenn alles klappt, möchte ich hier im Sommer mein Studium beginnen.“

Damit wird sie nicht die Einzige sein. Seit mehreren Jahren wächst die Zahl der an der FH eingeschriebenen Studenten: Aktuell sind es rund 13.000. Der Ruf der Hochschule, insbesondere in den Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik, ist hervorragend.

Rektor Professor Marcus Baumann zeigt das, dass sie vieles richtig macht. „Bei uns werden Praxisnähe und Anwendungsorientierung großgeschrieben – das wissen die Arbeitgeber zu schätzen. Wer bei uns studiert hat, ist daher schon nach kurzer Einarbeitungszeit als vollwertige Arbeitskraft tätig.“

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