Aachen - Feuerwerk: Rakete löst Alarm im Rathaus aus

Feuerwerk: Rakete löst Alarm im Rathaus aus

Von: Thorsten Karbach
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Einsatz wegen Gasflasche: Um den Partykeller zu heizen, wurde diese Gasflasche im Haus eingesetzt. Dabei kam es laut Feuerwehr zu einer „kleinen Verpuffung”. Eine Person wurde verletzt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Randalierer, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, kleinere Brände - für die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr war es einmal mehr eine arbeitsreiche Silvesternacht. Allein 240 Mal mussten Polizeibeamte zwischen 20 und 5 Uhr in Stadt und Kreis ausrücken.

Kurz nach Mitternacht rückten Einsatzkräfte zum Rathaus aus. Dort war Alarm ausgelöst worden, nachdem eine Feuerwerksrakete durch ein Fenster geschossen worden war. „Glücklicherweise entstand aber kein Schaden”, erklärt Polizei-Pressesprecher Michael Houba in seiner Bilanz der Silvesternacht.

Andernorts musste die Feuerwehr eingreifen. Bei neun Einsätzen in den ersten anderthalb Stunden nach dem Jahreswechsel mussten Papierkörbe, Mülltonnen, ein Kleidercontainer und ein Auto gelöscht werden. Jeweils hatten Feuerwerkskörper die Brände ausgelöst. „Aber es war nichts Dramatisches”, erklärt Wolfgang Steffens von der Feuerwehr Aachen.

Der erste Einsatz wurde dabei um 0.16 Uhr gefahren - auffällig spät, denn sonst sind die Feuerwehrleute schon vor Mitternacht gefragt. „Normalerweise ist es üblich, dass die ersten Einsätze vor dem Jahreswechsel gefahren werden müssen”, sagt Steffens.

Einen „vorgezogenen” Silvestereinsatz gab es freilich schon gegen 14 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Schroufstraße. Hier wollten Bewohner den Partykeller aufheizen und nahmen - obwohl nicht erlaubt - einen mit Gas betriebenen Heizstrahler in diesem Keller in Betrieb. Der war allerdings nicht dicht und das Gas entzündete sich explosionsartig an einer Kerze. Bei der „kleinen Verpuffung”, wie die Feuerwehr berichtet, wurde ein 19-Jähriger verletzt und musste ins Krankenhaus.

Für die Rettungsdienste gab es dann bis 5 Uhr in der Früh reichlich Arbeit - in der Regel waren Alkohol, Feuerwerkskörper oder Rangeleien die Ursache. Ab Mitternacht wurden jede Stunde im Schnitt acht Einsätze gezählt. „Damit waren alle Rettungswagen immer irgendwie im Einsatz”, so Steffens.

Ein größerer Zwischenfall in der Promenadenstraße konnte von der Polizei noch verhindert werden. Dort waren gegen 4.30 Uhr rechte und linke Personen aneinandergeraten. Die Polizei spricht von einer Provokation beider Seiten. „Wir waren aber rechtzeitig benachrichtigt worden und es kam nicht mehr zu Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen”, so Pressesprecher Houba. Die Personalien von 22 Personen wurden vorsorglich festgestellt. Weitere Vorkommnisse gab es im Zuge des Einsatzes nicht mehr.

Inmitten der Sachbeschädigungen und Körperverletzungen gibt es noch einen Eintrag im Polizeibericht, der ein ganz anderes Bild der Silvesternacht in Aachen zeichnet. Die Bahnbrücke Turmstraße musste kurz vor Mitternacht für rund eine halbe Stunde für den Verkehr gesperrt werden. Ein paar hundert Schaulustige feierten hier in das neue Jahr hinein und beobachteten das Feuerwerk über der Stadt - ausgelassen und friedlich.
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