Aachen - Feuerwehr sucht nach Radioaktivität

Feuerwehr sucht nach Radioaktivität

Von: Joachim Rubner
Letzte Aktualisierung:
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ABC-Einsatz in der Kackertstraße: Besorgte Bürger hatten Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen, als sie sahen, wie Fässer mit Warnzeichen für Radioaktivität umgeladen wurden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein ungewöhnlicher Einsatz hat am Freitag Polizei und Feuerwehr beschäftigt, denn für die ersten Beobachter wirkte die Szene, die sich vor ihren Augen abspielte, wie aus einem Fernsehkrimi.

Auf einem etwas abseits gelegenen Parkplatz an der Kackertstraße verluden gegen 8.20 Uhr unbekannte Männer von einem Lkw kleine Fässer in einen Lieferwagen. Diese Fässer allerdings trugen gut sichtbar große Warnzeichen für Radioaktivität.

Die besorgten Beobachter vermuteten Schlimmes und alarmierten sofort die Polizei, die die Sache ebenfalls ernst nahm. Ihrerseits verständigten die Beamten die Feuerwehr und rückten zu dem Parkplatz in der Kackertstraße aus. Feuerwehrleute in Schutzkleidung des ABC-Spürtrupps untersuchten vor Ort sofort die Fässer und stellten in der Tat schwache Radioaktivität fest.

Die Polizei überprüfte derweil die Frachtpapiere des Lkw, die bald genauere Auskunft gaben. Nach einer halben Stunde bestand Klarheit: Umgeladen worden war tatsächlich schwach radioaktives Material, doch alles war legal. Es dient medizinischen Zwecken und ist ein Kontrastmittel bei bestimmten Untersuchungen. „Kein Grund zu Beanstandungen”, lautete das Ergebnis der Polizei zu dem zuerst spektakulären Einsatz.

„Man hatte absichtlich einen abseits gelegeneren Parkplatz gewählt, aber gerade das hat die Bürger irritiert”, meinte Einsatzleiter Hans-Georg Schümmer von der Feuerwehr nach Einsatzende.

Fast gleichzeitig hatten andere Löschzüge der Feuerwehr ebenfalls Einsätze: In einer Bäckerei in der Harscampstraße gab es einen technischen Defekt an einem Backofen. Durch einen Kurzschluss hatte er Feuer gefangen.

Und auch in der Zeppelinstraße brannte es: In einer Fabrik, in der Dichtungssysteme für die Automobilindustrie hergestellt werden, war es vermutlich durch Schweißarbeiten zu dem Feuer gekommen. Beide Brände wurden schnell gelöscht. Personen kamen nicht zu Schaden.
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