Feuerwehr brennt aufs Spiel auf eiskalten Geläuf

Von: Marie Eckert
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Ziehen Schlittschuhe für den guten Zweck: Maximilian Nüßler und Edda Jäckle vom Orgateam der Feuerwehr Aachen, Steve Goldacker (Feuerwehr) als Ideenzünder und Thomas Sieprath (Feuerwehr), Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr. Foto: Stadt Aachen/Julia Bäumler

Aachen. Feuer und Eis passen auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen – wenn die Feuerwehr auf dem Eis Hockey spielt, sieht das allerdings schon anders aus. „Fire on Ice – wir brennen für das Spiel“ heißt die Benefizveranstaltung, für die sich unter anderem die Wachen und der Führungsdienst der Aachener Feuerwehr aufs Glatteis wagen.

Die Idee dazu hatte Steve Goldacker, Feuerwehrmann in Aachen, bei einem Fußballspiel der beiden Feuerwehrwachen. Seit rund 17 Jahren spielt er selber Eishockey, aktuell bei den Aachener Grizzlies. Die Idee sei sehr positiv aufgenommen worden, sagte er, und viele seien schnell bereit gewesen, die Schlittschuhe zu schnüren.

Seit einigen Wochen treffen sich die „Interessenten“ einmal in der Woche in der Eissporthalle und trainieren – zunächst einmal, wie man sich am besten auf den Schlittschuhen hält und bremsen kann. „Wer Inliner oder Ski fahren kann, ist auch hier beim Eislaufen im Vorteil“, sagte Goldacker. Ungefähr 60 Leute von der Aachener Feuerwehr sind inzwischen dabei.

Am Ende der Übungszeit gibt’s natürlich auch ein richtiges Eishockey-Spiel: Am Sonntag, 10. April, in der Eissporthalle in der Krefelder Straße. Das Besondere: Alle Einnahmen aus den Kartenverkäufen kommen dem Verein „Paulinchen“ zugute. Den gibt es schon seit mehr als 20 Jahren und seitdem hilft er Familien mit brandverletzten Kindern und Jugendlichen – von Beratung über Kontaktvermittlung bis hin zur Unterstützung während der Rehabilitationszeit.

Grizzlies machen Auftakt

Den Auftakt am Spieltag machen die Aachener Grizzlies gegen die Sportmannschaft der Polizei Köln. Danach erleben die Feuerwehrleute der beiden Wachen ihre Eiszeit und zum Finale treten die beiden Wachen gegen die Einsatzführungsmannschaft an.

2000 Eintrittskarten für je fünf Euro stehen für das Spektakel zum Verkauf, die Eissporthalle wird vom Betreiber zur Verfügung gestellt und zusätzlich konnte die Feuerwehr bisher 3000 Euro von verschiedenen Sponsoren zusammentragen. Direkt im Anschluss an die Spiele wird der Scheck an den Verein überreicht, dann ist das Eis frei für die „Party on Ice“.

Goldacker jedenfalls freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen seiner Kollegen und über den Trainingsverlauf und sieht das Ganze auch als Teambuilding-Maßnahme. „Zusammenhalt ist in unserem Job natürlich das Wichtigste und das gemeinsame Trainieren und Spielen schweißt uns noch mehr zusammen.“ Und auch der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Aachen und verschiedene Rettungssanitäter haben schon Interesse am eisigen Spaß bekundet – eine Fortsetzung des Benefiz-Turniers ist also keinesfalls ausgeschlossen.

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