Feuerwache: Streit entzündet sich am Ausbau

Von: fla
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Sechs-Millionen-Projekt: Die Feuerwache an der Stolberger Straße wird um- und ausgebaut. Uber das Wie streitet sich die Politik. Foto: Jspers

Aachen. Ein Flächenbrand war es zwar nicht, der da auf die neue Feuerwache an der Stolberger Straße zurollte. Dennoch wurde der Rahmenentwurf des Erweiterungsbaus der Wache im Planungsausschuss heftigst diskutiert - bevor er schließlich doch einstimmig beschlossen wurde.

Besonders zwischen Grünen und SPD gingen die Meinungen weit auseinander, wie der Erweiterungsbau städtebaulich möglichst unauffällig in das vorhandene Konzept eingebettet werden kann. Grüne - wie auch die CDU - fordern neben einem verstärkten Lärmschutz für Anwohner auch einen dezenten Baukörper.

Außerdem soll das Gebäude, bestehend aus Fahrzeughalle, Büroebenen, Technikbereichen und Leitstelle, in jedem Fall auf drei Geschosse begrenzt werden. Eine Meinung, mit der sich die Sozialdemokraten nicht anfreunden mochten. „In den nächsten Jahren wird viel Platz benötigt und in 20 Jahren geht es wieder darum, zu erweitern”, sagte Fraktionssprecher Claus Haase (SPD).

SPD-Antrag abgelehnt

Ein Antrag für Vorrichtungen einer vierten Ebene wurde von den anderen Parteien einstimmig abgelehnt.

Zu den Kosten: Es gehe zwar darum, so CDU und Grüne, dass das neue Gebäude zweckmäßig sei, „aber es muss natürlich auch gestalterisch ansprechend sein”, sagte der Fraktionssprecher der Grünen, Michael Rau über das mit rund sechs Millionen Euro kalkulierte Projekt. Außerdem - auch das wurde von der SPD nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen - soll auf dem Dach die Vorrichtung für eine Photovoltaik-Anlage eingeplant werden. Die Stawag könnte als Partner gewonnen werden, Gespräche sollen zeitnah folgen.

Ein Jahr Bauzeit

Beginn der rund einjährigen Bauzeit soll aller Voraussicht nach Mitte August sein. Nach dem Beschluss gehe es zunächst darum, das Ausschreibungsverfahren zügig in die Wege zu leiten, sagte Michael Ferber vom städtischen Gebäudemanagement.

Für noch heftigere Diskussionen sorgte die Route Charlemagne mitsamt Archäologischer Vitrine als neuer Station. Das Vitrine soll nach neuesten Erkenntnissen knapp 800000 Euro kosten. Beigeordnete Gisela Nacken sagte, dass die tatsächliche Steigerung von 50000 Euro „durchaus im Bereich des Normalen liegt”. 80 Prozent der Kosten würden aus der Städtebauförderung übernommen, deshalb bestehe „kein Grund zur Aufregung”.
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