Fette Finanzspritze für Atelierhaus

Von: Matthias Hinrichs
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Soll weiter„brummen“: Für seinen neuen Stammsitz im Kulturdepot erhält das Atelierhaus 40 000 Euro Mietzuschuss. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Vorsitzende des Kulturausschusses im Aachener Stadtrat muss sich dieser Tage warm anziehen. Sagt Dr. Margrethe Schmeer selbst. Allerdings nur deshalb, weil die CDU-Ratsfrau und Bürgermeisterin momentan im Urlaub in der Schweiz weilt.

Und da schneit es dem Vernehmen nach heftig. In politischer Hinsicht bleibt die Großwetterlage daheim dagegen durchaus im viel zitierten grünen Bereich: Das Atelierhaus Aachen darf sich derweil über einen warmen Geldregen freuen, um seinen neuen Standort als einer der maßgeblichen „Ankermieter“ im neuen Kulturdepot an der Talstraße finanzieren zu können.

In der Tat haben alle Fraktionen bereits im vergangenen Juli einvernehmlich beschlossen, dass die Initiative auf absehbare Zeit einen Zuschuss von 40.000 Euro per anno aus dem Stadtsäckel erhalten soll, unterstreicht der Leiter des Kulturbetriebs, Olaf Müller.

Und auch mit Blick auf die seit Jahr und Tag mehr oder weniger stagnierenden Zuwendungen für andere freie Kulturschaffende sieht Schmeer da kein Konfliktpotenzial: „Am ehemaligen Quartier im Kloster ,Guter Hirte‘ an der Süsterfeldstraße musste der Verein bislang nur eine minimale Miete zahlen. Mit dem Zuschuss soll gewährleistet werden, dass die Künstler das neue Kultur- und Begegnungszentrum mit reichlich Leben füllen, so wie es das Konzept vorsieht“, betont sie. Schließlich sei deren Beitrag zur Bereicherung des kreativen Potenzials der Stadt seit Jahr und Tag kaum zu überschätzen. Und: Die Mittel fließen aus dem gesamtstädtischen Budget, nicht etwa aus dem vergleichsweise kargen Topf zur „Kulturförderung außerhalb städtischer Einrichtungen“.

Letzterer umfasst aktuell exakt 405.433,33 Euro. In der nächsten Sitzung des Kulturausschusses (Mittwoch, 15. März, 16 Uhr im Rathaus) werden die Fraktionen aller Voraussicht nach den Vorschlägen der Verwaltung zur Verteilung der Finanzspritzen an die freien Initiativen folgen. Große Veränderungen gegenüber den Vorjahren zeichnen sich da nicht ab; genau 390.550 Euro sind praktisch bereits verplant.

Die größten Posten im Rahmen der jeweils über drei Jahre festgelegten sogenannten Sockelförderung beanspruchen demnach das Das Da Theater und das Theater K., die ebenfalls wieder mit 40.000 Euro bedacht werden, sowie das Deutsch-Französische Kulturinstitut (37.800 Euro) und der Neue Aachener Kunstverein (30.000 Euro). Obligatorische „Festgelder“ erhalten ferner die Initiative „music loft“ (25.000 Euro), die Gesellschaft für zeitgenössische Musik (24.000 Euro), der Verein Kunst und Kultur in Köpfchen (20.000 Euro), die Aachener Kultur- und Theaterinitiative Akut mit dem Theater 99 (19.000 Euro), das Kaleidoskop Filmforum (13.000 Euro) und die Raststätte (10.000 Euro).

Immerhin noch vierstellig fallen die Zuschusspakete für folgende Initiativen aus: Musikbunker, Förderverein „Freunde vom Franz“, Verein Jakobshof/Südstadtkultur (jeweils 8000 Euro), Haus der Märchen und Geschichten (7000 Euro), Literaturbüro (6000 Euro), Tanztruppe Do Theatre (6000 Euro), Verein Frankenbu(e)rger (5000 Euro), Verein zur Förderung der Jazzmusik (3500 Euro), Theater Jurakowa-Projekt und Accordate (jeweils 3000 Euro). Die restlichen Mittel (sogenannte kleine Kaste) werden in konkrete Projekte diverser Antragsteller investiert.

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