Festival der Oecher Lieder: Zum Geburtstag eine Premiere

Von: Albrecht Peltzer und Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
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Ein Unikat im Aachener Karneval: Prinzessin Ingrid I. aus Haaren brachte ihren ganzen Hofstaat französischer Persönlichkeiten von Karl Lagerfeld bis Mona Lisa sowie Musik der „Alten Kameraden“ aus Würselen mit auf die Bühne – ein großartiger Auftritt. Foto: Michael Jaspers
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Eine bunte Schar prima gelaunter Kinder in prächtigen Kostümen: Die Kenger vajjen Beverau sangen voller Inbrunst ihre Öcher Lieder – wofür sich das Publikum mit langem und ebenso lautem Applaus bedankte. Foto: Michael Jaspers
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Saftiger Live-Sound auf der Eurogress-Bühne: Die Kapelle unter der Leitung von Michael Holtz ist Stammgast beim Festival der Oecher Lieder. Foto: Michael Jaspers
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Fantastische Stimmung: Prinz Michael II. feierte mit Prinzengarde und Band auf der Bühne – das Publikum sang lauthals mit. Foto: Michael Jaspers
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Lachnummer: Hastenrath‘s Will lieferte zündende Pointen aus dem Selfkant – der einzige Wortbeitrag. Foto: Michael Jaspers
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Toller Einstand beim Festival: das Duo „de Nandese“ Pascal Glittenberg und Thomas Jägers. Foto: Michael Jaspers
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Dankte für 200 000 Euro Spenden in den vergangenen Jahren: AZ-Chefredakteur Bernd Mathieu. Foto: Michael Jaspers
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Extra-Orden der Sparkasse überreicht: Märchenprinz Paul III. und Moderator Manfred Kutsch. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Stimmungshoch! Dort, wo noch vor knapp einer Woche der Gute-Laune-Messer bisweilen in bedenkliche Tiefen rutschte, steht der jecke Pegel dreieinhalb Stunden im Dauer-Party-Modus. Die Rezeptur? Denkbar einfach und alles andere als tierisch ernst.

Man nimmt das Beste, was der Öcher Fastelovvend zu bieten hat, würzt es mit viel Öcher Hazz und Liebe zu Spaß und Gesang und das Menü ist bereitet. In vier Worte gekleidet: Festival der Oecher Lieder.

Geburtstag! Die 20. Auflage des Erfolgsmodells geht im Eurogress über die Bühne. 20 Mal Öcher Leddchere für den guten Zweck. 20 Mal ausverkauftes Haus, 20 Mal beste Stimmung. Oder in Zahlen ausgedrückt: Über 200.000 Euro für das Hilfswerk der Aachener Zeitung „Menschen helfen Menschen“. Mehr als 80 Stunden Musik, Tanz und Show, rund 900 Ohrwürmer, treue Öcher Jecke auf der Bühne und vor allem – treues Publikum über all die Jahre hinweg. Stellt sich die Frage nach den Stars. Die Antwort ist nicht schwierig. Weil alle dazu beitragen, dass diese Festivals Feste im wahren Wortsinn sind. Die Sponsoren (die Sparkasse unterstützt die Öcher Lieder von Beginn an), die Musiker, die ihre Kunst in den Dienst der guten Sache stellen und ohne Gage auftreten, und die vielen Jecken, die Jahr für Jahr ins Eurogress pilgern – „sie sind der Star des Abends“, zollte AZ-Chefredakteur Bernd Mathieu, Vorsitzender des Kuratoriums „Menschen helfen Menschen“, allen höchsten Respekt. Ein Tusch und drejmoel Oche Alaaf!

Charmant, stimmgewaltig

20 Jahre Festival der Oecher Lieder – das ist eine Geburtstagsfeier mit bunten Bildern, närrischen Tönen und Premieren: Eine Prinzessin steht samt Hofstaat und Musikzug (Alte Kameraden Würselen) auf der Bühne. Ingrid I., Tollität der Hooreter Frönnde, gibt ihre jecke Visitenkarte ab. Charmant, schlagfertig, stimmgewaltig – ein tolles Bild! Wofür auch Paul III. ein Garant ist. Traditionell eröffnet der Märchenprinz – auf den Schultern von Moderator Manfred Kutsch in den Saal getragen – mit seinem Hofstaat und Garde den Abend. Begeisterung im Publikum ist den kleinen Narren ebenso gewiss wie den „Kenger vajjen Beverau“.

Die Jungen und Mädchen der Domsingschule ziehen durch die Säle, um mit feinstem Öcher Gesang Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Der Aufforderung – „singt doch alle mit“ – kommen die Fastelovvendfans im Saal gerne nach. Apropos Premiere: Das Duo „de Nandese“ (Pascal Glittenberg und Thomas Jägers) ist zum ersten Mal beim Festival mit dabei. Von Lampenfieber ist nichts zu spüren! Was auch für das AKV-Ballett gilt, das schwungvolles Rot auf die Bühne zaubert. Hans Montag ist eine „Bank“ beim Festival der Oecher Lieder. Ohne Zugabe („Ich bin ene Öcher“) lassen ihn die 1400 Jecken im Saal nicht von der Bühne. Die übrigens auch Hastenrath‘s Will geben muss. Er ist der einzige, der nicht singt – aber wortgewaltig das Zwerchfell strapaziert.

Eigentlich haben Prinz, Hofstaat und Prinzengarde am Donnerstag frei. Aber der Termin beim Festival ist für Michael II. und Gefolge Ehrensache. Dass es eine Zugabe der besonderen Art gibt, damit kann die Truppe nicht rechnen: Manfred Kutsch verkündet das Urteil der Leser-Jury zum AKV-Orden: Janine Wolff und Sandro Gallazini, das Tanzpaar der Prinzengarde, werden zum besten lokalen Act der AKV-Sitzung gekürt! Mit den Spetzbouve, dem Gospelchor Sound‘n‘Soul und Dirk von Pezold als Lennet Kann klingt das Jubiläumsfestival aus. Auf ein Neues im nächsten Jahr. Öcher Karneval in Reinform für den guten Zweck!

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