Fest der Kulturen feiert Rekord im Kennedypark

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Fantastische Resonanz: Eine Trommlergruppe führte den Multikulti-Umzug im Ostviertel an. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. 15 Nationen vereinten sich am Sonntag im Kennedypark zu einer beeindruckenden kulturellen Begegnung der Völker. Zum elften Mal fand hier das Multikultifest statt - und das bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen.

Eröffnet wurde das Fest mit einem kunterbunten Karnevalsumzug mit Teilnehmern aus elf Nationen. Er führte durch das Frankenberger- und das Ostviertel und wurde von der Trommlergruppe der Westafrika-Initiative angeführt.

Ihre Trommelschläge mischten sich rhythmisch mit Vuvuzela-Tröten, während von ihren beiden Zugwagen herab die „Oecher Stadtmatrosen” temperamentvoll ihre Rasseln schwenkten.

„Bedauerlich ist, dass einer der Wagen im Vorfeld von Vandalen demoliert wurde und Pokale gestohlen worden sind. Der Wagen war aus Spendengeldern der Hilfsaktion ,Menschen helfen Menschen finanziert worden”, bedauerte Uschi Brammertz.

„Wir alle sind Aachen” hieß es auf einem unübersehbaren Fahnentuch. „Ihr habt Aachen wachgetrommelt”, wandte sich Reiner Bertrand als Geschäftsführer des Fördervereins des Festes an alle Zugteilnehmer, die sich nun auf der Bühne drängten und den Gedanken der Freundschaft zwischen den Völkern überzeugend dokumentierten.

„Mit 50 Ständen von Vereinen und Verbänden war die Teilnahme noch nie so stark wie heute”, erklärte Bertrand. Von den Besuchern des Festes erhoffte er sich großen Hunger. Es galt nämlich, sich vor Ort durch die Vielfalt internationaler Küchen „hindurchzufuttern”.

Hautnah kamen Alemannia-Fans auf ihre Kosten, als Torwart Thorsten Stuckmann an der Spielanlage des Deutsch-Türkischen Forums Autogramme verteilte.

Während auf der großen Bühne kolumbianische, bosnische, marokkanische Folklore sowie indische Tänze und Square Dance aus den USA die Faszination der Tanzwelt widerspiegelten, präsentierten junge Kampfsportler Taekwondo. Ebenso sportlich ging es bei Mario Guedes, ehemals Deutscher Profi-Meister im Schwergewicht. zu. Er eröffnete Einblicke in den Boxsport. Unter dem Motto „Jugend im Kampf gegen Gewalt - Boxen statt Straße” wird im Josefshaus der Nachwuchs trainiert, der es wie die Wahl-Aachenerin Jessica Balogun bis zum Weltmeistertitel bringen will.

Noch einmal hatten Kommunalpolitiker am Rande des Multikultifestes aufgerufen, zahlreich an der Neuauflage der Wahl des Integrationsrates am 4. Juli teilzunehmen. Solange es kein kommunales Wahlrecht für Migranten gebe, sei der Integrationsrat für sie das einzige Instrument, um politisch vertreten zu sein, unterstrich Bürgermeisterin Hilde Scheidt.
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