Fest der Begegnung: Noch mehr Platz am Elisenbrunnen

Von: Esra Güner
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Treffpunkt Rotunde: Mit einem bunten Programm – im Bild der Zirkus Configurani – lockte das Fest der Begegnung am neuen Veranstaltungsort Elisenbrunnen viele Besucher an. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Aenne Mertens wartete auf ihren Bus, als die Tango-Musik in der Rotunde am Elisenbrunnen ertönte. „Da musste ich mir das einmal von Näherem anschauen“, erklärte sie ihren Abstecher zum Akkordeon-Spieler und den Tango-Tänzern. Wie Mertens haben viele Bürger am Samstag spontan das Fest der Begegnung besucht, das nach 33 Jahren am Katschhof zum ersten Mal am Elisenbrunnen stattfand.

„Der Plan ist aufgegangen“, freute sich Ingeborg Jansen, Behindertenbeauftragte der Stadt Aachen. Mit dem Verkehrs- und Einkaufsknotenpunkt mitten im Stadtzentrum wollten die Veranstalter die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung noch leichter machen. Das in diesem Jahr größer gewordene Laufpublikum zeigt, dass ihnen das gelungen ist.

Organisiert wird das Fest von der städtischen Leitstelle „Menschen mit Behinderungen” und der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe, die mehr als 70 Vereine in Aachen vertritt. Wer sich über die Vereine informieren wollte, konnte dies an einem Infotisch bei Kaffee und Gebäck tun. Das Interesse der Bürger war groß: von Autismus über Sehschäden bis hin zum Behindertenausweis – die Vereinsvertreter standen Betroffenen wie neugierigen Besuchern Rede und Antwort.

Die Veranstalter wollten aber nicht nur mit Infomaterial Verständnis schaffen und Berührungsängste abbauen. Auch das bunte Bühnenprogramm, das von Laien und Profis präsentiert wurde, sorgte dafür, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung annähern.

Und das nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne: Eine Theatergruppe, die aus der Kooperation zwischen der Theaterschule Aachen und der Werkstatt der Lebenshilfe entstanden ist, zeigte Tanzszenen und Höhepunkte ihres aktuellen Stückes „Dieter-Cohlen-Casting-Show”. Die Artisten des Zirkus Configurani der Viktoriaschule und Clown Marco sorgten mit ihren Show-Einlagen für Zirkusluft mitten in der Stadt.

Nicht nur aufgrund ihrer Kulisse ein Highlight war sicherlich auch das Popchor-Projekt: bei über 100 Sängern wippten die Zuschauer eifrig mit. Nicht verwunderlich also, dass sich so mancher Besucher dann doch dazu entschied, aus dem kurzen Vorbeischauen einen längeren Aufenthalt zu machen.

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