Aachen - Fertige Straße an der Zollernstraße wieder aufgerissen

Fertige Straße an der Zollernstraße wieder aufgerissen

Von: Robert Esser
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„Bäumchen, Bäumchen, wechsel‘ dich“: Wenige Monate nach der Fertigstellung der Zollernstraße werden nun Baumfelder angelegt und versetzt. Die neuen Abwasserleitungen liegen wieder offen.

Aachen. Wie die öffentliche Hand Steuergelder buchstäblich in den Gulli steckt, kann man jetzt an der Zollernstraße beobachten. Weil die Stadt drei Bäumchen „vergessen“ hat, müssen Asphalt und Bürgersteig kurz nach der millionenteuren Generalsanierung wieder aufgerissen werden.

Bauarbeiter passen Gullis, Abflüsse sowie entsprechende Abwasserkanäle an. Welche Zusatzkosten dadurch entstehen, konnte die Stadt nach entsprechender Anfrage unserer Zeitung am Freitag nicht herausfinden. Dabei spielt die Kostenfrage bei dieser Geschichte eine erhebliche Rolle: Zunächst haben Stawag und Stadt von Juli 2011 bis August 2012 die Zollernstraße vom Städteregionshaus bis zur Kreuzung Oppenhoffallee generalsaniert.

Marode Kanäle modernisiert, Fahrbahndecke und Gehsteige erneuert, Parkbuchten angelegt, frische Markierungen inklusive Radschutzstreifen auf die Straßen gemalt – das millionenschwere Vorhaben mit jahrelanger Planungszeit wurde vor acht Monaten abgeschlossen. Vier Bäume sollten die brandneue Straße zieren. Bloß: „Zum Ende der Baumaßnahme wurde festgestellt, dass nur noch für zwei Bäume Geld da war“, erklärt Harald Beckers vom städtischen Presseamt. Und weil das Umweltamt plötzlich Bedarf für einen (!) weiteren Baum anmeldete, „damit Aachen wieder grüner wird“, fehlten drei Bäume.

Geld für die Bau(m)maßnahme, die aufwendiger als während ohnehin laufender Straßenbauarbeiten ist, habe man in anderen Ausgleichstöpfen gefunden, erläutert Beckers. Aber es gab weitere Probleme mit der Platzierung eines Baumes vor dem Eingang des Neubaus der Städteregion. Er sollte doch nicht direkt vors Portal. Das führt dazu, dass auch die dortigen Abwassergullis, die vor Monaten erst neu platziert wurden, abgerissen und umziehen werden. Denn sie können Wasser auf der abschüssigen Straße nur vor den Bordsteinen eines Baumfeldes auffangen. Neue Zuleitungen verlegt man unter dem Bürgersteig.

Wie lange die Arbeiten dauern, sei unklar, teilte die Stadt mit.

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