Aachen - Fernsprecher und Deckmantel laden ein

Fernsprecher und Deckmantel laden ein

Von: Ronja Schwabe
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Hall, wer ist denn da? Im Rahm
Hall, wer ist denn da? Im Rahmen der Ausstellung „Nie wieder störungsfrei!” sind Kinder ausdrücklich willkommen. Mit spannenden Aktionen wird die Kreativität der jungen Besucher gefördert. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Eine Reihe von Kostümen laden im Ludwig Forum zu einer Reise in die Fantasiewelt. Dort gibt es momentan im Rahmen der Ausstellung „Nie wieder störungsfrei! Aachen Avantgarde seit 1964” ein Projekt für Kinder und Jugendliche, um ihnen die Kunst der 70er Jahre spielerisch näher zu bringen.

Das Aktionsprogramm „Herr Fernsprecher und Frau Deckmantel” bietet die Möglichkeit, das Museum auf eine ungewöhnliche Art und Weise zu erkunden.

Die Kinder können sich zu Beginn mit Kostümen verkleiden, in denen oft Elemente der Ausstellungs-Kunstwerke wieder zu finden sind. Sie haben außerdem keine festgelegte Form und lassen so viel Freiraum für die Fantasie der jungen Besucher.

Das Fernmeldemuseum hat zusätzlich die Technik für sechs Telefone zur Verfügung gestellt. Diese sind über das ganze Museum verteilt und miteinander verbunden sind. So gehört oft ein Spiel zum Kinderprogramm, bei dem die Kinder sich an verschiedenen Telefonen positionieren und dann gegenseitig Kunstwerke beschreiben.

Verkleidete Erwachsene

Je nach Art und Größe der Gruppe werden von den freien Mitarbeitern des Ludwig Forums verschiedene Spiele angeboten. Dabei sollen die Kreativität geweckt und spielerisch ein Zugang zu der sonst für die jungen Besucher oft uninteressanten Kunst geschaffen werden. Karoline Schröder und Petra Kather haben das Projekt, beauftragt von den Kuratorinnen Anette Lagler und Myriam Kroll entwickelt. „Ich bin positiv überrascht, dass sich auch andere Besucher darauf einlassen”, freut sich Schröder. „Sogar Erwachsene verkleiden sich, wir hätten da mit einer größeren Hemmschwelle gerechnet.”

Die Verkleidungen sind übrigens alle selbst gemacht, da Kather Textildesignerin ist. Es wurden hochwertige Stoffe benutzt und alles ist aufwendig verarbeitet. Das merken die Kinder natürlich auch und so ist bis jetzt noch kein Stück zu Schaden gekommen. „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier Aktion stattfinden darf und soll”, sagt Schröder. „Es gilt nicht die typische ?nichts anfassen-Regel.”

Teilweise werden die Rollenspiele und künstlerische Erfahrungen auch auf Videos oder Fotos festgehalten. Ein Fotofix-Automat im Museum stieß bis jetzt auf reges Interesse. Viele Besucher haben ihre Fotos schon an die Wand neben dem Automaten geklebt.

Die Ausstellung endet am 5. Februar. Bis dahin gibt es unter anderem jeden Sonntag ein Familienprogramm. Schulklassen und ähnliche Gruppen können aber auch separat angemeldet werden.
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