Ferienspiele: Mit den TV-Stars ab in die Urlaubssonne

Von: David Grzeschik
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Eine Geschichten nach draußen bringen statt vor der Mattscheibe hocken: So lautet die Devise bei den Ferienspielen in Brand. „Serienhelden unserer Kindheit“ ist diesmal das Motto. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn Heidi und die Teletubbies aufeinandertreffen, auf einmal die Simpsons hereinspazieren und es sich die jungen Ärzte aus der TV-Serie „Scrubs“ auf einem Sofa gemütlich gemacht haben – dann bleibt die „Glotze“ aus, denn dann stehen wieder Ferienspiele an. Pünktlich zum Beginn wurde jetzt in Brand das diesjährige Spektakel, organisiert vom „Mobilé St. Donatus“ und dem BDKJ im Stadtteil, eröffnet.

 Mit an Bord: 203 Kinder. Die Eröffnung der Ferienspiele steht in diesem Jahr unter dem Motto „Serienhelden unserer Kindheit“. „Ich muss zugeben: Ich kenne Euch nicht“, sagte Karl Simons, Leiter der Ferienspiele, beim Startschuss in Richtung der „Scrubs“-Stars.

Dass die Serien und Motive teils nur Jüngeren ein Begriff sein dürften, sei nicht schlimm. „Euer Wunsch ist uns Befehl – ihr macht das Programm“, fügt er an die Adresse der diesjährigen Betreuer an. Von ihnen konnten diesmal 53 Freiwillige in jugendlichem Alter gewonnen werden. Sie werden sich zwei Wochen lang auf neun Gruppen verteilt ehrenamtlich um die Kinder kümmern.

Vorgegeben ist wenig, das Programm soll weitestgehend auf Initiative der Jugendlichen hin entstehen. „Jede der neun Gruppen soll einmal einen Ausflug machen und einmal zelten gehen“, erklärt Karl Simons. Das Motiv der Serienhelden wird teilweise auch weiterhin aufgegriffen, ist aber nicht verpflichtend.

Die Hauptakteure der Brander Ferienspiele sind zwischen sechs und 14 Jahre alt. Organisiert wurden sie nach Altersgruppen, aber auch persönliche Wünsche wurden berücksichtigt. „Häufig melden sich Kinder eben mit ihren Freunden an“, erklärte Catherine Stiel, zusammen mit Simons Leiterin der Ferienspiele. Das Kernprogramm dauert täglich von etwa 9.30 bis 16.30 Uhr, an Sondertagen aber auch länger.

Simons, auch Leiter der Kinder- und Jugendfreizeitstätte „Mobilé“, organisiert die Ferienspiele schon seit vielen Jahren. Auch das Interesse der Eltern sei dabei immer groß geblieben. „Da merkt man schon, dass viele Mütter und Väter heute einfach mehr arbeiten müssen und mitunter weniger Zeit haben“, stellte er fest. Dennoch konnte auf die große Nachfrage in diesem Jahr weitestgehend ohne Absagen reagiert werden.

In den einzelnen Gruppen haben die Verantwortlichen darauf geachtet, dass jeweils zwei mindestens 18-jährige Betreuer mit an Bord sind. Zudem wurden alle Leiter eigens geschult. Gerade in Fragen, was das Kennenlernen bei den Kleineren angeht oder wie viele Freiheiten man den Älteren geben und lassen sollte, sei das natürlich wichtig, betonte Stiel. Auch einen Erste-Hilfe-Kurs haben die Jugendlichen absolviert.

Die Ferienspiele gehen noch bis zum übernächsten Samstag, 11. Juli. „Dann werden wir die letzten zwei Wochen mit einem Abschlussgottesdienst feierlich beenden“, so Simons. Und abends sollen sich noch einmal alle Betreuer zum gemütlichen Beisammensein zusammenfinden. Ziel sei schließlich, dass am Ende auch die jugendlichen Betreuer Erfahrungen für sich mitnehmen könnten und Spaß gehabt hätten. „Bei uns ist eben für jeden was dabei“, meinte Catherine Stiel schmunzelnd.

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