Ferienspiele: Katschhof wird zum gewaltigen Sandkasten

Von: Leon Kirschgens
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140 Tonnen Sand wurden auf dem Kathschof abgeladen. Foto: Michael Jaspers
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Ziehen für den Erfolg des Sandkastens an einem Strang (kleines Bild): Anja Koonen (zdi-Netzwerk), Vera Schröder (Teamleiterin Kinder, Jugend und Schule), Dr. Peter Asmuth (Stawag), Elena Reinders und Projektleiterin Dr. Jutta Göricke (Presse und Marketing Stadt), Pia vom Dorp (Leitung Kunst- und Kulturvermittlung Aachen), Dr. Markus Kremer (Beigeordneter), Udo Krieger (vorne, Kunst- und Kulturvermittlung) und Sibylle Keupen (Bleiberger Fabrik). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der große Erfolg des vergangenen Jahres war es wohl, der die Initiative "Future Lab" und die Bleiberger Fabrik beflügelte: Bis zum 20. August steht der "Archimedische Sandkasten" wieder auf dem Katschhof - ein riesiges Spielparadies für Kinder.

Noch treiben sich ein paar Männer in orangefarbener Arbeitskleidung von der Stadt Aachen in dem riesigen Sandkasten auf dem Katschhof herum. Nicht mit Schaufel, sondern mit Sandrechen, um den Sand noch einmal zu verfeinern, bevor ab Samstag dann den Kindern und Besuchern das Feld überlassen wird.

Bis zum 20. August öffnet der „archimedische Sandkasten“ von 9 bis 22 Uhr zwischen Dom und Rathaus, nachdem man im Vorjahr einen „riesigen Erfolg“ habe feiern können, wie Björn Gürtler von der Stadt Aachen sagte. Schaufel, Bagger und Laster, gesponsert von der Stawag, liegen bereit. „Das wird auch in diesem Jahr ein Highlight im Sommer, schließlich ist das der größte Sandkasten in ganz Aachen“, sagte er und kam beim Anblick der 320 Quadratmeter Spielfläche selbst ein wenig ins Schwärmen.

140 Tonnen Sand habe man für die Fläche angekarrt und über 200 Schrauben verbaut. „Nach dem aufwändigen Aufbau sind wir nicht fertig, schließlich müssen wir den Sand auch immer wieder pflegen“, sagte Markus Kremer vom Umweltdezernat der Stadt Aachen. Doch es sei auch Leidenschaft dabei, wenn man sehe, auf welch‘ eine Resonanz das Projekt bei den in erster Linie jungen Besuchern stoße.

Als Teil der Initiative „FutureLab“ und der Ferienspiele bietet die Bleiberger Fabrik auch wieder Workshops in dem Sandkasten an. Hatte man im Vorjahr im Rahmen der „archimedischen Werkstatt“ noch eine „monumentale, sinnfreie Maschine“ im Sand gebaut, wolle man nun in eine andere Richtung vorstoßen, sagte Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik. Diesmal möchte die Bleiberger Fabrik mit den Kindern eine Kunstinstallation aus Holzdachlatten fertigen, angelehnt an das Freiluftkunstwerk „The Passenger“ des flämischen Künstlers Arne Quinze. „Sechs Kilometer Dachlatten haben wir bereitgestellt und wollen wir auch verbauen“, sagte Keupen. Mit zwölf Akkubohrern und unzähligen Schrauben sollen die Kinder dann ihr eigenes Kunstwerk schaffen. Unterstützt werden sie dabei von Architektur-Studierenden. Startpunkt ist auch diesmal der Sandkasten. Ein Besuch auf dem Dachstuhl des Doms, um die eigens erschaffene Konstruktion auch von oben begutachten zu können, sowie eine Stadt-Rallye sind ebenfalls Teils des Workshops.

Die Bezeichnung des „archimedischen“ Sandkastens sei übrigens ganz bewusst gewählt: Angelehnt an den griechischen Mathematiker und Maschinenbauer Archimedes, der als „Vater der Ingenieurskunst“ gilt, sollen die jungen Tüftler spielerisch an die Ingenieurs- und Naturwissenschaften herangeführt werden, sagte Projektleiterin Jutta Göricke. „Als Wissenschaftsstadt möchten wir auch ganz Jungen schon die Möglichkeit bieten, sich mit Natur und Technik auseinanderzusetzen.“

Kinder und Jugendliche sind aber nicht die einzige Zielgruppe: Rund um den Sandkasten sind wieder Liegestühle und Tische aufgebaut, die vor allem den Eltern, aber auch anderen Passanten die Möglichkeit bieten, ihre Kinder zu beobachten oder einfach unter der geschichtsträchtigen Kulisse zu verweilen – Bis zum 20. August zumindest, denn dann rücken wieder die orangefarbenen Männer mit den etwas größeren Schaufeln und Baggern an, um den Katschhof in seinem alten, sandlosen „Glanz“ erscheinen zu lassen.

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