Brand - Ferienspiele in Brand: „Wer hat hier die Kokosnuss geklaut?“

Ferienspiele in Brand: „Wer hat hier die Kokosnuss geklaut?“

Von: Katrin Haas
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Affen da, Banane da – aber wo ist die Kokusnuss? Die Ferienspielteilnehmer begeben sich auf die Suche. Foto: Michael Jaspers

Brand. Im Pfarrzentrum St. Donatus in Brand gibt es ein Problem: die altehrwürdige, goldene Kokosnuss ist aus der Vitrine im Museumstrakt gestohlen worden. Jetzt brauchen sie dort alle Hilfe, die sie bekommen können. Das übernehmen die Betreuerteams der Ferienspiele: die Agenten, die fünf Freunde oder die Piraten.

Doch die Betreuer können das Diebesgut und den Verbrecher nicht alleine finden, die rund 200 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren müssen ihnen helfen. Sie nehmen an den zweiwöchigen Ferienspielen des Mobilé St. Donatus und des BdkJ-Brand (Bund der deutschen katholischen Jugend) teil.

50 ehrenamtliche Helfer

Betreut werden sie von rund 50 ehrenamtlichen Helfern zwischen 15 und 20 Jahren in neun Gruppen. Die Kinder und Jugendlichen dürfen in ihren Gruppen selbstständig über ein Budget und ihr Programm verfügen – im Mittelpunkt steht die Schatzsuche nach der Kokosnuss. „Alle Gruppen machen ein unterschiedliches Programm“, erklärt der Leiter der Kinder- und Jugendfreizeitstätte von St. Donatus, Karl Simons. Die Räume im Pfarrzentrum St. Donatus stehen zur Verfügung: Ob Werkstatt, Küche oder der Hof. Allerdings: Jede Gruppe macht einmal einen Ausflug mit dem Reisebus zu einem weiter entfernten Ziel und alle zelten eine Nacht im Brander Wald. „Das Ziel des Ausflugs ist frei wählbar“, erklärt die stellvertretende Leiterin, Catherine Stiel.

Besonders beliebt war in den letzten Jahren das „Irrland“ in Kevelaer. „Sie haben damit viel Freiheit und viel Verantwortung“, sagt Simons. Für die Betreuer sind die 14 Tage eine spannende, aber auch sehr anstrengende Zeit. „Da muss man sich erst mal dran gewöhnen“, sagt Simons schmunzelnd. Die Kinder und ihre jugendlichen Betreuer bleiben von 9.30 bis 16.30. Uhr bei der Ferienfreizeit. In jedem Team gibt es einen volljährigen Betreuer. „Da sind wir immer froh, wenn wir fähige Leute finden“, erklärt Karl Simons. Denn gerade die 18 bis 20-Jährigen haben oftmals ein Zeitproblem: Sie machen gerade Abitur, studieren oder müssen sich Geld verdienen. Der 20-jährige David Rombach ist bereits zum dritten Mal Betreuer. Er wohnt in Brand und betreut auch eine Kinder-Messdienergruppe. „Einmal finde ich den Rahmen schön, in dem das Ganze stattfindet. Außerdem macht die Arbeit mit den Kindern Spaß“, erklärt der 20-Jährige. Er hat gerade sein Abitur gemacht und glaubt, dass viele in seinem Alter gestresst sind.

Da bleibt ehrenamtliches Engagement auf der Strecke. Doch für die Brander Ferienfreizeit finden sich zum Glück immer genug Betreuer. Gerade die 15-Jährigen finden die Aufgabe als Betreuer spannend – und freuen sich mal hinter die Kulissen zu blicken.

Finanziert werden die Ferienspiele über den Teilnehmerbeitrag, Zuschüsse der Stadt Aachen und letztlich auch über Spenden. Und vielleicht schaffen es die neun Teams bis zum Ende der Ferienspiele die ominöse Kokosnuss wieder zu finden.

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