Ferienspiele auf dem Bioland-Hof finden viel Resonanz

Von: Jonas Kirschgens
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Die Theorie: Bei den Ferienspielen auf Gut Paulinenwäldchen erklärt Annika Gerlach den Kindern, welches Gemüse in eine Gemüsesuppe kommt. Foto: Andreas Steindl
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Die Praxis: Die Teilnehmer der Ferienspiele machten sich selbst auf den Weg – auch zum Ernten.

Aachen. Gerade selbst geerntet und direkt abgebissen, mit einer Gurke in der Hand urteilten die Kinder: „Das schmeckt viel besser als sonst!“ In der letzten Ferienwoche wurden 25 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren auf dem Bioland-Hof Gut Paulinenwäldchen spielerisch an die Natur und alles rund um den Bauernhof herangeführt.

Nachdem der Bioland-Hof während der Schulzeit Möglichkeiten für Kindergartengruppen und Schulklassen bietet, den Bauernhof und die Landwirtschaft kennenzulernen, organisiert Gut Paulinenwäldchen nun seit einigen Jahren auch zwei Wochen Ferienspiele in den Sommerferien.

Seit diesem Jahr unterstützt auch die Stadt Aachen die Ferienspiele und ist über die positive Resonanz begeistert, denn die wenigen Plätze waren sehr schnell belegt. „Ich habe auch wirklich den Eindruck, dass die Kinder sich hier sehr wohl fühlen. Wir arbeiten daran, das Projekt auszubauen“, versprach Renate Prömpeler vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen für die kommenden Jahre.

Für eigene Gemüsesuppe ernten

Betreut wurden die Kinder während der Ferienspiele auf der Klosterwiese direkt neben dem Bauernhof. Sie bot nicht nur eine große Grünfläche mit Spielanlagen und eine Scheune. Auch lernten und spielten die Kinder zwischen Streicheltieren wie Zwergziegen und Hängebauchschweinen und Obst- und Getreideanbau.

Jeder Tag der Ferienspiele hatte einen eigenen Themenschwerpunkt, am Donnerstag war es das Thema „Gemüse“, bei dem die Kinder eine eigene Gemüsesuppe kochten. Erst leitete Annika Gerlach vom Bildungsteam des Gut Paulinenwäldchen mit etwas „Theorie“ ein: Mit den bloßen Händen sollten die Kinder ertasten, um welches Gemüse es sich in den Fühlkästen handelt.

Doch auch die Ernte musste selbst eingeholt werden, und so hatten die Kinder anschließend die Möglichkeit, im richtigen Biolandhof-Betrieb Gemüse zu ernten. „Dort gibt es immer etwas zu tun“, sagte Anja van Lück vom Bildungsteam des Gut Paulinenwäldchen.

Ein paar Einweisungen, und schon konnte es losgehen. So begeistert die Kinder auch waren, so hungrig wurden sie auch von der Arbeit. Jeder nahm sich freiwillig und ganz selbstverständlich eine Gurke. „Mir schmecken die Gurken viel besser als sonst“, stellte ein Kind fest und alle stimmten zu.

Die Natur entdecken

Nachdem sie genug für die Gemüsesuppe gesammelt hatten, war erstmal wieder Austoben auf der Klosterwiese angesagt, und wer Lust hatte, half mit, den Stall der Zwergziegen auszumisten. Jeder Thementag habe seine Fixpunkte, um den Kindern etwas beizubringen und sie für die Natur zu begeistern, erklärte Anja van Lück.

Sei es das Thema „Kartoffel“, bei dem die Kinder auf einem riesigen Acker Kartoffel ernteten und auf einem Ausflug ins Wurmtal die Wildnis erkundeten, oder das Thema „Getreide“, bei dem verschiedene Getreidesorten kennengelernt wurden und die Kinder selbst nach dem eigenhändigen Mahlen des Mehls Brot backen konnten.

Im Unterschied zu anderen Ferienspielen sei es wichtig gewesen, dass die Kinder auch viel Freizeit hatten und gemeinsam in der Natur spielen konnten, machte Anja van Lück deutlich. Zu den Ferienspielen gehörten nämlich auch die Klassiker der Gemeinschaftsspiele wie „Kartoffellauf“, „Gummistiefelweitwurf“ und natürlich eine Schatzsuche auf dem Hof. „Das Wichtigste für die Kinder ist, draußen in der Natur zu sein und diese zu entdecken“, sagte Anja van Lück.

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