„Ferien für alle”: Müttercafé bietet Ausflüge zum Nulltarif

Von: Nicolas Gaspers
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Darauf dürften die Besucherinnen abfahren: Mit Hilfe der Aseag bietet das Müttercafé zum Ferienstart kostenlose Ausflüge an. Andrea Weyer vom Kinderschutzbund (links) und Britta Mohr vom Müttercaf (rechts) freuen sich mit Anne Linden, Sprecherin der „roten Foto: Julian Omonsky

Aachen. Die Kinder spielen, die Mütter reden und lachen ausgelassen. Wie eine große Familie wirken sie alle zusammen im Müttercafé des Kinderschutzbundes in Aachen-Ost. Sehr persönlich, ja fast intim, aber dabei doch weltoffen und vertraut ist das Ambiente in dem kleinen Café in der Düppelstraße. Es ist ein Ort, an dem Mütter mit ihren Kindern aufgenommen und unterstützt werden.

Frauen aus 19 Nationen

„Das Café platzt aus allen Nähten”, lacht Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, und meint das in keinster Weise negativ.

Noch vor acht Jahren, als Britta Mohr, die Leiterin des Müttercafés, das Projekt startete, waren es nur zwei Frauen gewesen, die ihre Hilfe in Anspruch genommen hatten. Mittlerweile sind es deutlich mehr. Aus 19 Nationen kommen die Mütter, die zwischen 19 und 50 Jahren alt sind, um sich hier Rat zu holen.

Und zwar bei Problemen jeglicher Art. Seien es persönliche Angelegenheiten oder Fragen wie: „Wie bekomme ich eigentlich den Alltag mit zwei Kindern auf die Reihe?” Wenn die Probleme jedoch die Kompetenzen des Teams überschreiten, hilft es auch bei der Weitervermittlung an geschulte Beratungsstellen.

Jetzt hat sich auch das Müttercafé etwas Neues ausgedacht: „Ferien für alle”, heißt das Projekt, das mit Beginn der Sommerferien anläuft. Mit Hilfe vieler Sponsoren und Spender soll den Familien und vor allem deren Kindern viele Ausflüge und Unternehmungen angeboten werden. Kostenlos natürlich.

So hat etwa die Aseag für die Teilnehmer Tickets gespendet, um beispielsweise umsonst nach Alsdorf zu kommen, wo gemeinsam der Tierpark besucht werden soll. Auch hier ist der Eintritt frei.

Viele wissen nicht, was es gibt

Auf die Idee des Projektes war Britta Mohr nach persönlichen Nachforschungen gekommen. „Es ist häufig einfach kein Geld für Ausflüge da. Viele wissen auch überhaupt nicht, was es für Angebote gibt, mit denen sie ihre Freizeit ausfüllen könnten”, sagt sie.

So kam sie auf die Idee des Projektes. Schließlich säßen die Familien in den Ferien auf engstem Raum zusammen, und das könne auch zu Spannungsfeldern führen, denen man so vorbeuge.
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