Aachen - Feierlicher Jahresdank im Aachener Dom

Feierlicher Jahresdank im Aachener Dom

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Feierlicher Jahresdank im Dom: Weihbischof Karl Borsch würdigte auch das große Engagement der Aachener Christen für die Flüchtlinge. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Während in der Aachener Innenstadt bereits die ersten Silvesterknaller zu hören waren und die Teilnehmer am Sylvesterlauf leicht hechelnd wieder zurückkehrten, luden die Glocken des Aachener Domes mit ihrem Geläut zu einem feierlichen Jahresdank ein. Wieder waren Oktogon und Chorhalle von den mehr als 1000 Gläubigen bis zum letzten Platz besetzt.

Mit majestätischen Orgelklängen stimmte Domorganist Michael Hoppe auf Andacht und ein persönliches Bilanzziehen über das Geschehen des vergangenen Jahres ein. „An der Schwelle des neuen Jahres danken wir für das, was war, und blicken voller Hoffnung auf das, was das neue Jahr bringen wird“, leitete Weihbischof Karl Borsch die Feier ein. In seiner Predigt stellte er die Frage, was einem einfalle zu diesem bewegten Jahr 2015? Er führte dazu Terroranschläge des IS, Krieg und Vertreibung in Syrien und Irak, im Sudan und in Mali und ebenso Hunderttausende Flüchtlinge an, die aus den Krisengebieten der Welt nach Europa kommen.

„Die Herausforderungen sind groß, riesig groß. Aber groß und riesig groß ist auch die Hilfsbereitschaft der Menschen. Unzählige engagieren sich haupt- und ehrenamtlich in den Gemeinden, Vereinen und Gruppen“, sagte Borsch. Dass man Flüchtlinge und Heimatlose aufnehme, sei „eine christliche Erfindung“. Christen fragten nicht nach Herkunft, Sprache, Kultur, Religion und Hautfarbe.

So wie Papst Franziskus am 8. Dezember mit der Durchschreitung der Heiligen Pforte im Petersdom das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet hatte, so sei am 3. Adventssonntag auch im Aachener Dom das Glasportal zu einer Heiligen Pforte der Barmherzigkeit geworden und die Fahnen in der Vorhalle führen zu den Werken der Barmherzigkeit: Hungernden Essen geben, Kranke besuchen, Fremde aufnehmen, Traurige trösten.

Und wer durch das Tor der Barmherzigkeit den Dom betrete, „der kann hier die Barmherzigkeit Gottes erfahren“, so der Weihbischof. Er machte Mut gegen die „Angst vor dem Ungewissen“. Angst sei kein Schicksal. Der christliche Glaube sei eine Antwort auf lähmende Angst. „Jesus hat nicht versprochen ich räume Euch alle Steine aus dem Weg. Gottes Mitarbeiter sind wir. Seine Vorarbeiter brauchen wir nicht zu sein“, hieß es in der Predigt.

Nach dem großartigen Te Deum laudamus von Charles Villers Stanford, gesungen im Wechsel vom Herren- und Knabenchor des Aachener Domes, und den danach von Domkapitular Hans-Günther Vienken verlesenen Fürbitten erteilte Weihischof und Diözesanadministrator Borsch mit der kostbaren Monstranz den sakramentalen Segen.

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