Aachen - Feier im Aachener Dom: Friedenslicht aus Bethlehem entgegengenommen

Feier im Aachener Dom: Friedenslicht aus Bethlehem entgegengenommen

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
15896562.jpg
Von Wien nach Aachen und weiter in die Gemeinden: Pfadfinder haben am Sonntag feierlich das Friedenslicht in Empfang genommen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Jedes Jahr zum dritten Advent geht ein Licht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem auf die Reise um die Welt – und findet seinen Weg auch nach Aachen. Begrüßt wurde das Friedenslicht am Sonntag mit einer Feier im Aachener Dom.

Dafür, dass das Licht unbeschadet ankommt, sorgte eine Delegation aus katholischen und evangelischen Pfadfindern, die die Flamme in Wien entgegengenommen und nach Aachen gebracht haben. Gleich drei windfeste Behälter hatte die Delegation dabei, damit nichts schiefgeht. Zahlreiche Pfadfinder-Gruppen aus dem Bistum und Friedenslicht-Begeisterte hatten sich mit Laternen und Grubenlampen im Dom eingefunden, um das Licht von Aachen aus weiter in ihre Gemeinden und nach Hause zu tragen.

Zum zweiten Mal fand diese zentrale Aussendungsfeier in der Kathedralkirche des Bistums Aachen statt. Zur Feier waren auch der Aachener Bischof Helmut Dieser, Synodalassessor Pfarrer Martin Obrikat vom evangelischen Kirchenkreis Aachen, Marianne Conradt, Bezirksbürgermeisterin Aachen-Mitte, und Europa-Abgeordnete Sabine Verheyen gekommen.

„Das Friedenslicht braucht einen langen Weg zu uns. Zum Frieden braucht es manchmal einen langen Weg. Auch das Land, aus dem das Licht kommt, hat diesen Weg noch vor sich“, sagte Bischof Dieser in seiner Begrüßung und freute sich über die vielen Gläubigen, die gekommen waren, um das Licht als Funken des Friedens weiterzugeben.

Zeichen führen den Weg

„Auf dem Weg zum Frieden“ lautet das diesjährige Motto der Friedenslicht-Aktion. Doch wie findet man diesen Weg? „Ein Pfadfinder weiß: Um einen Weg zu finden, braucht es auch Wegzeichen. Die findet man auch im Aachener Dom“, sagte Thomas Schlütter, Diözesankurator der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Die Tuchreliquien, die sich auf Jesus Christus beziehen, das Marienkleid, die Windeln und das Lendentuch, seien unter anderem solche Wegzeichen. Sie erzählen von Gott, der zum Kind wurde, eine Mutter hatte, litt und für uns gestorben ist.

Wenn man vom Weg abkomme, sich verirrt, sei es gut, wenn andere dabei sind, die die Gruppe wieder auf den richtigen Weg bringen. Dies könne jeder von uns, sagte Sabine Kock, geistliche Leiterin der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) im Bistum Aachen. Das Friedenslicht sei dafür das beste Symbol, das es gebe, denn es bringe ganz verschiedene Menschen aus verschiedenen Bereichen der Kirche und der Gesellschaft zusammen.

Zum Gesang des Taizé-Liedes „Meine Hoffnung und meine Freude“ teilten Pfadfinder das Friedenslicht aus. Auch Bischof Dieser, Pfarrer Obrikat, Marianne Conradt und Sabine Verheyen verteilten die Flamme unter den Besuchern im Dom. Mit einem ökumenischen Segen und dem Lieblings-Pfadfinderlied „Flinke Hände, flinke Füße“ schloss die Aussendungsfeier.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert