FDP stellt sich gegen einen Windpark

Von: Günther Sander
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Aachen. Im Kampf gegen den geplanten Windpark im Münsterwald hat die Bürgerinitiative zum Erhalt des Waldes jetzt vom Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, Dr. Gerhard Papke, die volle politische Unterstützung zugesagt bekommen.

Im „Brander Stier” zeigten sich die Freien Demokraten der Kreisverbände Aachen-Stadt und Aachen-Land, als es um die Frage „Windkraft statt Wald? - Ist der Aachener Münsterwald nur ein Einzelfall in NRW?” ging, durchaus angriffsbereit.

„Wir als FDP sind auch für den Ausbau von Windparks, aber man sollte hier die Gesetze der Physik außer Kraft setzen”, argumentierten der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Aachen-Süd, Dietmar Spotke, und der umweltpolitische Sprecher der FDP in der Städteregion Dr. Philipp Rohde. „Wir reden hier nicht über kleine Windmühlen, die Dinger sind mit 185 Metern 30 Meter höher als der Kölner Dom”, ergänzte NRW-Fraktionsvorsitzender Papke.

Was die rot-grüne Landesregierung plane, bezeichnete er als „unverantwortlich”. Der Ausbau gegen den Widerstand der Menschen bezeichnete Philipp Papke als einen großen Fehler.

Und die Stadt Aachen verfolge dabei keine ökologischen Interessen, sie habe eher finanzielle Einnahmen vor Augen.

Papke erwähnte massive Beeinträchtigungen für die Bevölkerung, er begrüßte die Aktionen der Bürgerinitiativen, die noch zwingenden Einfluss auf die Planungen ausüben können. „Die Grünen tun gerade so, als wären das Kleinigkeiten”, sagte er verärgert.

Für die Aachener FDP bezogen Ratsherr Peter Blum und Ratsfrau Sigrid Moselage Stellung: Windkraft ja, aber die Standorte müssen so gewählt werden, dass die Bürger keine Belastung erfahren. „Gehen Sie auf die Straße, machen Sie Dampf, noch ist nichts entschieden”, ermunterte Moselage. Papke sagte, man möge sich nicht bange machen lassen.

„Forcieren sie das sensible Thema in jeder Ratssitzung so, dass Schwarz-Grün es nicht mehr hören kann. Bleiben Sie dran, es ist Ihre Heimat. Noch ist Zeit.” Er wolle in Düsseldorf das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in den Landtag ebenfalls zum Thema machen.
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