Faszination des Bösen triumphiert im „Aixpertentheater”

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Aachen. „Gefährliche Liebschaften”, dieser Briefroman von Cho-derlos de Laclos erschien bereits im Jahr 1782. Seitdem gab es zahlreiche Versuche, diesen faszinierenden Text auf die Bühne zu bringen.

Das „Aixpertentheater” zeigt in seiner neuesten Produktion eine neue Inszenierung dieses bedeutenden Werks der französischen Literatur: In seinem Briefroman beschreibt Choderlos de Laclos in einer Liebesgeschichte oder besser in Liebesgeschichten ohne Happy End realistisch, sensibel und brutal, offenherzig und kritisch Sitten und Moral im vorrevolutionären Paris.

In den über 100 Briefen geht es um Liebe und Sex, um Beziehungen und Affären, und vor allem um Intrigen. Liebe wird benutzt und entlarvt als Mittel, um Macht über andere Menschen auszuüben. Die Faszination des Bösen triumphiert dabei über die „Allmacht der Liebe”. „Wir haben aus den Briefen 63 ausgewählt und eine Inszenierung erarbeitet, die die Struktur und die Mittel des Briefromans nicht verleugnet. So beschreiben wir die zeitlosen Facetten der Liebe mit dem Blick auf die Entstehungszeit und auf die heutige Gegenwart”, so der Regisseur Georg Immelmann.

Zum Inhalt: Die Marquise von Merteuil, Mitglied der adeligen Pariser Gesellschaft vor der Französischen Revolution, will sich an einem ehemaligen Liebhaber, der sie verlassen hat, rächen, indem sie dessen junge, hübsche, unschuldige Braut, Cécile Volanges, von einem skrupellosen Verführer vor ihrer Heirat entjungfern lässt. Auch dieser Verführer, der Vicomte von Valmont, hatte eine Affäre mit der Marquise und ist ihr immer noch hörig in der Hoffnung, wieder ihr „Sklave” werden zu können.

Für das Gelingen ihres Planes verspricht ihm die Marquise mindestens eine Liebesnacht. Der gegenwärtige Liebhaber und Favorit der Marquise ist der Malteserritter Danceny, den ein heimliches, (noch) platonisches Liebesverhältnis mit der hübschen Cécile Volanges verbindet.

Aufführungen: 14. Januar, 20 Uhr, Klangbrücke, Kurhausstraße 1; 15. Januar, 20 Uhr Klangbrücke; 22. Januar, 19 Uhr, August-Pieper-Haus, Leonhardstraße 18-20; 5. Februar, 20 Uhr, Deutsch-Französisches Kulturinstitut, Theaterstraße 67. Eintritt: 9/7 Euro, außer im August Piper Haus (12/8 Euro inkl. Getränk).
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