Fastelovvend von seiner besten Seite

Von: hpl/alp
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Winken zum Finale: Zum Abschied versammelten sich Prinz Axel II. mit Hofstaat und Prinzengarde sowie die übrigen Mitwirkenden auf der Bühne des Europasaals im Eurogress – ein närrisch-toller Abend ging zu Ende. Foto: Michael Jaspers
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Rampensäue im besten Sinne: Die „4 Amigos“ sind ein Höhepunkt jeder Karnevalssitzung. Beim Festival der Oecher Lieder kredenzten sie auch einen ganz neuen Song.
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Nicht nur „Lennet Kann“: Dirk von Pezold brachte traditionsreiche Lieder auf Öcher Platt.
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Neu formiert und instrumental verstärkt: „de Originale“ sind jetzt als Sextett unterwegs.

Aachen. Tierisch ernst? Von wegen! Sympathisch, herzlich, humorvoll! Fastelovvend eben. Öcher Fastelovvend. Oder: Festival der Oecher Lieder. Die Rezeptur ist so einfach wie beeindruckend. Man bediene sich aus dem Besten, was der Karneval in Aachen und in der Städteregion zu bieten hat – und heraus kommen über drei Stunden Fastelovvendsfreude pur!

Keiner verlässt den Saal ohne ein glückseliges Lächeln, das Herz voll guter Laune. Dazu haben rund 300 Mitwirkende beigetragen – und alle ohne Entgelt, alle im Dienst der guten Sache. Denn der Erlös des Festivals ist für „Menschen helfen Menschen“, das Hilfswerk unserer Zeitung, bestimmt. Da machen alle gerne mit.

Und vor dem Hintergrund darf ein Märchenprinz auch mal sagen: „Wir wollen keine Zeit verprassen – und Schule Schule sein lassen“. Anton I. und sein Hofstaat haben jedenfalls ihre närrische Lektion perfekt auswendig gelernt und erobern sympathisch-gelassen mit ihrem schwungvollen Prinzenlied die Herzen der Gäste. Und Anton hat einen Orden im Gepäck, den er dem Moderator des Festivals, Manfred Kutsch, umhängt. Im Gegenzug bekommt er von Hubert Herpers, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, deren Sessionsorden überreicht. Das Geldinstitut ist seit Jahren treuer Förderer der Veranstaltung. Dann kommt – wie es sich für ein Liederfestival gehört – Musik, Musik, Musik. Eine bunte Mischung aus Solisten und Bands, Newcomern und etablierten Kräften – allesamt Stimmungsgaranten, wie die Reaktion der rund 1300 Gäste zeigt. Schunkeln, Klatschen, Mitsingen und Tanzen lauten die Vorgaben, denen die Jecken mit größter Freude folgen. Ob nun Kurt Christ bei seiner Premiere vor diesem Publikum angebliches Lampenfieber im Griff hat oder Urgesteine des Öcher Fastelovvends wie Hans Montag und Dirk von Pezold souverän genau die Erwartungshaltung des Publikums erfüllen. Der „Lennet Kann“ und „Wer einmal in Aachen war“ sind einfach Evergreens ohne Abnutzungseffekt. Sie bekommen den musikalischen Teppich von der Michael-Holz-Band ausgerollt.

Dieser Solist hat längst so etwas wie eine Ausnahmestellung in den deutschen Karnevalssälen: Jürgen Beckers, alias Jürgen B. Hausmann. Jeder Sketch des Lehrers zündet. Dass der Mann in Alsdorf lebt, passt gut in den städteregionalen Kontext des Abends, denn auch das Alsdorfer Prinzenpaar Christoph I. und Prinzessin Doreen mit der Prinzengarde spielen eine wichtige Rolle im Programm. Sie haben Bernd Mathieu als Ehrenmitglied in ihren Reihen – Chefredakteur unserer Zeitung. Der steht mit „seinen“ Alsdorfern vor „seinen“ Öchern und nutzt als Vorsitzender von „Menschen helfen Menschen“ die Gelegenheit, sich beim Publikum, bei unseren Lesern für die treue Unterstützung über viele Jahre zu bedanken.

Nahtlos fügen sich die Musikgruppen ins Programm – nach den Öcher Stadtmusikanten, „de Originale“ und „de Spetzbouve“ nicht zufällig die „4 Amigos“ auf der Zielgeraden des jecken Abends. Das Quartett hat inzwischen fast einen Status wie die Höhner in Köln, kredenzt eigens am Abend ein neues Liedchen „Vür stönd zesame“ auf die Melodie der Chart-Band Sunrise Avenue „Lifesaver“. Niemand sitzt mehr, und so braucht sich auch niemand mehr zu erheben, als Prinz Axel II. mit Hofstaat und Prinzengarde Einzug halten.

Die Bühne ist bereitet fürs große Finale, fürs großartige Finale. Nach gut dreieinhalb Stunden geht ein wunderbarer Abend ohne jede Länge zu Ende, ein Abend für den guten Zweck, für die gute Laune und im ureigensten Sinne närrisch. Und vor allem tierisch lustig.

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