Farbenfrohes Dschungelmosaik im Kennedypark

Von: Diana Beyerlein
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Aachen. Das Krokodil, gut getarnt zwischen exotischen Dschungelpflanzen, reißt bedrohlich sein Maul auf und funkelt den Zuschauer aus glühenden Augen an. Nicht weit entfernt turnt ein Affe fröhlich in den Kronen der Tropenbäume herum und unter ihm schießt ein Delfin aus dem Wasser.

Über der ganzen Szenerie schwebt majestätisch die Sonne. Im Kennedypark lassen 100.000 kleine, in der Sonne glitzernde Mosaik-Steine diese farbenfrohe Dschungellandschaft entstehen. Zehn Tage lang waren über einhundert Menschen bei der kreativen Ausgestaltung der zwanzig Quadratmeter großen Wand neben dem Kleinkindspielplatz beteiligt.

Nun ist die ehemals mit hässlichen Graffiti-Schriftzügen vollgesprühte Wand kaum wieder zu erkennen - mitten im Kennedypark ist ein hochwertiges Kunstwerk entstanden, das auch in Zukunft noch so manchen bewundernden Blick auf sich ziehen wird.

Seine Entstehung verdankt es der Zusammenarbeit von Agnes Zilligen vom Netzwerkes Eigenarbeit mit der Künstlerin Kerstin Nützmann. Diese meldete sich vor einigen Monaten auf eine Projektausschreibung des Netzwerkes mit dem nun umgesetzten Vorschlag, betonte aber besonders das übergeordnete Ziel des Projektes: Menschen zusammenzubringen, sie zur Entfaltung noch nicht entdeckter kreativer Fähigkeiten anzuregen und sie zu motivieren, sich auf etwas vollkommen Neues einzulassen.

Dieser umfassende Ansatz überzeugte nicht nur den Vorstand des Netzwerkes Eigenarbeit. Heike Ohlmann vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen beschäftigte sich just zum Zeitpunkt der Projektannahme mit der Umgestaltung des Kennedyparks und wurde schnell von der Begeisterung für die ungewöhnliche Idee gepackt.

So kam es, dass das Netzwerk Eigenarbeit und die Künstlerin bei der Stadt Aachen und bei der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen finanzielle Unterstützung für die Verwirklichung des Projekts finden konnten.

„Ohne die freiwillige Beteiligung von über hundert Menschen hätte das Projekt nie zu Stande kommen können”, sagt Nützmann. Die Ursprungsidee, Vielfalt zu fördern und viele Menschen miteinzubeziehen, konnte dabei ideal in die Tat umgesetzt werden.

„Selbst Leute, die sich für unkreativ gehalten haben, sind irgendwann hinzugekommen und bei der Aufgabe aufgeblüht”, erzählt Nützmann. Die Vielfalt kommt auch in der konkreten Ausgestaltung der Wand zur Geltung: Statt aus einem einzigen großen ist sie aus vielen kleinen Einzelmotiven zusammengesetzt, die von jedem Einzelnen selbst entworfen worden sind.

„So kann jeder sagen: Das da habe ich gemacht”, sagt Nützmann - das Krokodil, den Affen oder die Sonne.
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