„Fans“ gehen nach dem Abpfiff auf die Polizei los

Von: red/pol
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Nach dem Spitzenspiel zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiß Oberhausen kam es zu Fanausschreitungen. Archivfoto: Marcel Decoux

Aachen. Das Spitzenspiel zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiß Oberhausen endete torlos, und beide Trainer waren sich am Ende einig, ein „intensives Spiel“ verfolgt zu haben. Für die Aachener Polizei ging es nach dem Abpfiff jedoch in die Verlängerung.

Auf dem Gäste-Parkplatz hinter dem Stadion kam es zu tumultartigen Szenen. Nach Angaben der Polizei führten die Beamten eine Personenkontrolle durch, als eine Gruppe von rund 100 Oberhausener Fans Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte warf und diese „aggressiv bedrängte“. Um sich gegen die randalierenden Personen zur Wehr zu setzen, setzte die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Weitere unschöne Szenen folgten, da rund 100 Alemannia-Fans auf die Situation aufmerksam wurden und sich an dem Tumult beteiligten. Die Randalierer warfen ebenfalls Flaschen und Steine auf die Beamten. Verstärkung musste her und die sorgte schließlich dafür, dass die aggressiven Fangruppierungen nicht zusammenkamen und weitere Ausschreitungen verhindert wurden.

Möglicher Auslöser der Tumulte: In der zweiten Halbzeit präsentierten Aachener Anhänger am Zaun der Stehtribüne gestohlene Oberhausener Fan-Utensilien, darunter Zaunfahnen, Schals und Banner. Diese wurden zerrissen und in den Innenraum geworfen.

Die Alemannia verurteilt das „inakzeptable Verhalten aufs Schärfste“, teilte der Verein am Montag in einer Stellungnahme mit. „Für diejenigen, die das Umfeld der Alemannia-Spiele für kriminelle Handlungen benutzen, gibt es bei der Alemannia keinen Platz“, heißt es darin wörtlich. Fans und ihre Gruppen trügen eine Verantwortung für den Klub. „Wer dieser Verantwortung nicht gerecht werden will oder kann, ist auf dem Tivoli nicht erwünscht.“ Der Klub kündigte an, bundesweite Stadionverbote gegen die ermittelten Täter einzuleiten.

Die Bilanz der Polizei nach den gewalttätigen Übergriffen: Sechs Fans und sechs Polizeibeamte wurden leicht verletzt. „Wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizeibeamte und versuchter Gefangenenbefreiung sind mehrere Strafverfahren eingeleitet worden“, geht aus dem Pressebericht der Polizei hervor.

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