Fan-IG sagt Alemannia Unterstützung zu

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Setzen sich für die IG und gleichzeitig für die Alemannia ein: die Mitglieder des neuen Vorstandes der Fan-IG mit Horst Filbrich (eingeklinktes Porträt), Arne Klar, Thomas Wenge, Gerd Kempf, Lukas Krott und Joachim Röhrig. Foto: Fan-IG

Aachen. Die Fan-IG der Alemannia- Fans und Fan-Clubs sagt der Alemannia Unterstützung beim Neustart zu. Dies wurde am Sonntag in einer öffentlichen Erklärung ausdrücklich betont. Während die Suche nach einem neuen Präsidium beim Mutterverein gerade erst angelaufen ist, hat die Fan-IG ihr Vorstandsteam beisammen.

„Unsere Mannschaft steht, und wir wollen unseren Teil dazu beitragen, die leider erneut in schweres Fahrwasser geratene Alemannia wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, erklärt Thomas Wenge, der bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Werner-Fuchs-Haus mit großer Mehrheit zum 1. Vorsitzenden der Fan-IG gewählt wurde.

Nach Rücktritten von Vorstandsmitgliedern hatte der Aachener Gesamtschullehrer die Interessengemeinschaft, der mehr als 200 Einzelmitglieder und ein knappes Dutzend Fan-Clubs angehören, seit mehr als einem Jahr kommissarisch geführt. Die Suche nach neuen Mitstreitern gestaltete sich schwierig, konnte jetzt aber erfolgreich abgeschlossen werden.

Unterstützt wird Wenge künftig von fünf weiteren „leidenschaftlichen“ Alemannia-Fans, die ebenfalls allesamt mit großen Mehrheiten gewählt wurden. Als Geschäftsführer fungiert Horst Filbrich, der auch dem Verwaltungsrat der Alemannia angehört. Schatzmeister ist Gert Kempf. Zu Beisitzern wurden Joachim Röhrig, Arne Klar und Lukas Krott gewählt. Die beiden letztgenannten jungen Männer nehmen auf dem Tivoli bereits seit einigen Jahren ehrenamtlich eine besondere Aufgabe wahr. Von der Pressetribüne aus kommentieren Klar und Krott die Alemannia-Heimspiele für die blinden Fans im Publikum.

Vereinzelte Kritik gab es auf der Mitgliederversammlung an der vom alten kommissarischen IG-Vorstand aufgestellten und vom neuen Vorstand unterstützten Forderung nach dem inzwischen vollzogenen Rücktritt der Alemannia-Restpräsidiumsmitglieder Tim Hammer, Horst Reimig und Oliver Laven. Einige IG-Anhänger vertraten die Auffassung, dass die drei Funktionäre als Aufsichtsräte der in zweite Insolvenz gestürzten Alemannia-Fußball-GmbH zwar keinen guten Job gemacht hätten und folgerichtig zurückgetreten seien. Im Präsidium des Vereins Alemannia Aachen habe das Trio aber zufriedenstellende Arbeit geleistet, so dass die Rücktrittsforderung nicht unbedingt gerechtfertigt gewesen sei.

Das sahen Wenge und mit ihm die Mehrheit der Versammlungsteilnehmer nach Aussage des neuen Vorsitzenden anders. „Wir haben es uns mit dieser Forderung nicht leicht gemacht. In der Tat hat sich beispielsweise Horst Reimig als Vereinsschatzmeister nichts vorzuwerfen. Was er in dieser Funktion für den Gesamtverein geleistet hat, ist aller Ehren wert“, so Wenge. Doch das Herzstück der Alemannia sei und bleibe nun einmal der Fußball. Und für diesen Alemannia-Fußball trage nicht nur jedes Aufsichtsrats-, sondern automatisch auch jedes Präsidiumsmitglied eine große Mitverantwortung.

„Der jetzt geplante Neustart wäre nicht glaubwürdig zu vermitteln, wenn die durch viele Fehlentscheidungen belasteten alten Repräsentanten des Vereins weiterhin tragende Rollen spielen würden“, erklärt der Fan-IG-Sprecher, „Hammer, Reimig, Laven und auch Christian Steinborn haben sicher ein großes und anerkennenswertes persönliches Engagement an den Tag gelegt. Doch letzten Endes sind sie gescheitert. Was die Alemannia jetzt braucht, sind Führungskräfte, die mit frischer Kraft glaubwürdig und unbelastet an ihre schwere Aufgabe herangehen und die behutsam neues Vertrauen aufbauen können.“

Dem nach den Rücktritten noch zu bildenden kommissarischen Vereinspräsidium der Alemannia sagt der Fan-IG-Vorstand jegliche Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Führungspersönlichkeiten zu. In Kürze soll auch ein erster Gedankenaustausch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering stattfinden. Nicht zuletzt habe sich der neue IG-Vorstand vorgenommen, die Zusammenarbeit mit den der IG angeschlossenen Fan-Clubs zu intensivieren, so Thomas Wenge: „Um aus der Notlage herauszukommen, wird jede helfende Hand und jede gute Idee mehr denn je gebraucht.“

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