Familienspaß der Bühne´78: Im Dschungel ist der Bär los

Von: Svenja Pesch
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Fantasievolle Kostüme: Mowgli, Balu und Co. erleben spannende Abenteuer. Die Bühne ‘78 erntet viel Applaus für ihre Adaption des „Dschungelbuchs“. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Spätestens als Balu der Bär die ersten Zeilen des Liedes anstimmt, welches fast schon so etwas ist wie die Hymne des Dschungelbuches, bleibt kaum ein Zuschauer ruhig sitzen. Denn die Lebensdevise „Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit“ kennt jeder, der das Dschungelbuch nach den Erzählungen von Rudyard Kipling gesehen hat.

Die Bühne ´78 zeigt die Geschichte rund um das Menschenkind Mowgli, das mit seinen Freunden Bagheera, Balu und der Wolfsfamilie allerhand Abenteuer im Urwald erlebt nun in der Kappertzhölle.

Das Leben im Dschungel könnte so schön sein, wäre da nicht Shere Khan. Der Tiger hat es auf den Jungen abgesehen und lässt nichts unversucht, ihn auch zu bekommen. Unter der Regie von Ellen Stollenwerk zeigen 23 Darsteller im Alter von acht bis 66 Jahren, wie stark Freundschaft und Zusammenhalt sind.

„Seit September proben wir für die Aufführung. Dabei haben wir die Geschichte nicht verändert, sondern so gelassen, wie sie ist. Natürlich ist es kein Weihnachtsmärchen, aber wir zeigen traditionell seit vielen Jahren rund um die Vorweihnachtszeit ein Stück.“

Die Kostüme sowie das Bühnenbild sind von den Darstellern selbst angefertigt. Letzteres nimmt die großen und kleinen Zuschauer mit in den Urwald. Es gibt Kletterpflanzen, verwilderte Natur und viele Möglichkeiten für Mowgli und seine Freunde, sich die Zeit zu vertreiben.

Doch leider wird aus dem lustigen Abenteuer schnell bitterer Ernst und Mowgli muss vor Shere Khan fliegen. Die einzige Lösung: zurück in die Welt der Menschen. Denn das Gesetz des Dschungels, dass es verboten ist, Menschen zu essen, berücksichtigt der Tiger nicht.

Mit viel Witz

Mit viel Witz und einer Menge Herzlichkeit erzählt das Dschungelbuch, dass Freundschaften keine Entfernung und keine Gruppenzugehörigkeit kennen. Balu, Mowglis gemütlicher und treuer Freund, bricht es zwar fast das Herz, seinen Kumpel ziehen zu lassen, aber er weiß eben auch, dass ein Menschenkind „zu seiner Herde“ gehört.

Auch die anderen Dschungelbewohner lassen ihn mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehen. Doch Mowgli selbst findet nach seiner Ankunft bei den Menschen schnell zurück zu seinen Freunden. Nicht, weil er sich schon zu sehr an das Leben in der Wildnis gewöhnt hat, sondern um ihnen von den Neuigkeiten in seinem neuen Zuhause zu berichten.

Schnell wird deutlich: Die ungewöhnliche Freundschaft wird auch in Zukunft Bestand haben. Auch, wenn sie in verschiedenen Herden leben.

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