Familienradsport-Tag: Hier wird Integration zur runden Sache

Von: Julia Arndt
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Aachen. Wo normalerweise die Räder zum Stillstand kommen, geht es bald richtig rund: Auf dem Parkplatz des Hirschcenters findet am Samstag, 13. September, der Familienradsport-Tag statt. Initiiert vom Aachener Arbeitskreis Inte-gration durch Sport, soll der inklusive Charakter der Veranstaltung sich gleich auf mehreren Ebenen entfalten.

Ob jung oder alt – für alle sind die richtigen Zweiräder vor Ort: vom Laufrad für die Kleinsten bis zum E-Bike.

Und doch geht es keineswegs darum, sich in den verschieden Ansprüchen und Wünschen der Teilnehmer zu verrennen. Uschi Brammertz, Geschäftsführerin des Arbeitskreises, bringt es auf den Punkt: „Es geht nicht um Integration von Leuten mit und ohne Behinderung, mit Migrationsvorder- oder Hintergrund – es ist einfach eine Veranstaltung für radsportbegeisterte Menschen.“

Um das realisieren zu können, holte man sich gemeinsam mit Bianca Fatouros vom Center Management tatkräftige Unterstützung mit ins Boot. Dirk Branigk und Herbert Baldrian, erste und zweite Vorsitzende des Rollstuhlsportklubs Aachen, werden mit allen Interessierten Hockeyturniere auf vier Rädern veranstalten. Daneben bietet Petra Bauer, Koordinatorin des Behindertensportverbands Nordrhein-Westfalen, am Informationsstand Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Sportangebot. Für den kleinen Geldbeutel bietet Jürgen Aelmanns von der Wabe neben günstigen Markenfahrrädern auch einfache Reparaturarbeiten an. Und allen jungen Besuchern, denen der Fahrtwind, den sie geschnuppert haben, gefallen hat, zeigt Ralf Homrighausen, Jugendkoordinator des Radsportbezirks Aachen, wo man sein neues Hobby noch vertiefen kann.

Beispielsweise beim Kunstradsportverein Schwalbe. Dieser präsentiert sich auch auf dem Familienfest mit einer aufregenden Show: Man fährt alleine auf dem Einrad oder zu zweit auf einem Rad – und das alles mitten im Einkaufszentrum.

Zwei weitere Highlights sind der Trial-Workshop mit Max Schrom, in dem man selbst lernen kann, mit Moutainbikes lässig über Paletten und Co. zu hüpfen, und das Rennen des oberschenkelamputierten Rekordmeisters Stefan Büchler gegen OBMarcel Philipp. Der passende Parcours wird von der Verkehrswacht aufgebaut und auch den restlichen Tag von Michael Schulz und seinem Team betreut. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter im September etwas trockener ist als im August. Sonst wird aus der Veranstaltung schnell eine rutschige Angelegenheit. So oder so gilt auch bei schönem Wetter: Helm nicht vergessen!

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