Familienfeuerwehr sucht neue ehrenamtliche Helfer

Von: nga
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Sind da, wenn es sprichwörtlich brennt: Heidi Baumsteiger (links) und Dorothea Minnartz von der Familienfeuerwehr. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es gibt immer mehr alleinerziehende Eltern in Deutschland. Viele sind nebenher auch noch berufstätig und müssen mit ihrem eigenen Alltag und dem Alltag ihres Kindes klarkommen. Die Last der Verantwortung ist groß.

Da darf der Planung nichts in die Quere kommen. Was aber, wenn sich viele dumme Zufälle kreuzen und man mit dem Alltag überfordert ist? Oder wenn man einmal krank wird und sich nicht um sein Kind kümmern kann?

Vier Hilfskräfte fallen weg

Die Arbeit der Familienfeuerwehr des Caritasverbandes Aachen ist voll von solchen Schicksalen. Oft passiert es, dass ungeplante Zwischenfälle es Eltern unmöglich machen, sich um ihre Kinder zu kümmern. Hier tritt die Familienfeuerwehr auf den Plan. Sieben ehrenamtliche Helferinnen stehen solchen Familien in der Alltagsbewältigung bei. Dazu gehören Kinderbetreuung, die Bereitung des Essens oder andere Aufgaben. Und geholfen wird kostenlos. Aber von den sieben Kräften werden nun vier wegfallen. Dringend werden ehrenamtliche Helfer gesucht.

Etwa 50 Einsätze hat die FFW im Jahr zu verbuchen. Die Einsatzzeit ist dabei unterschiedlich. Manchmal sind sie nur eine Stunde lang, beispielsweise wenn eine alleinerziehende Mutter auf einen Elternabend muss, aber zu Hause für ein Kleinkind gesorgt werden muss. Sie kann sich aber auch bis zu drei Tage hinziehen. Länger erfolgt eine Begleitung durch die FFW nicht.

„Wenn unsere Hilfe länger als drei Tage in Anspruch genommen werden muss, dann ist meistens auch eine langfristige Betreuung vonnöten, die nur in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen geleistet werden kann”, erklärt Heidi Baumsteiger, die Leiterin der FFW. „Wir lassen aber niemanden im Regen stehen. Wenn wir selbst nicht mehr helfen können, helfen wir zumindest, den Hilfesuchenden zu vermitteln. Dafür arbeiten wir auch eng mit anderen Organisationen zusammen.” Gemeint sind beispielsweise die „Frühe Hilfen” des Kinderschutzbundes.

Aber in spontanen Notsituationen kann jeder die FFW anrufen. Sogar ein Notrufhandy gibt es. Um all die Nachfragen gebührend zu unterstützen, werden neue Ehrenamtler gebraucht. Jeder ab 18 Jahren darf sich als Helfer bewerben. Ein paar Dinge sollte man jedoch mitbringen. Natürlich sollte man gerne mit Menschen arbeiten. Außerdem sind ein polizeiliches Führungszeugnis und die Bereitschaft zu Fortbildungen vonnöten.

Am wichtigsten ist jedoch, ein etwas dickeres Fell zu haben. „Man weiß nie, was einen erwartet, wenn man die Tür zu einer Familie öffnet” sagt Sabrina Petry, Einsatzleiterin der FFW. Aber es sei eine wirklich befriedigende Arbeit. „Man kann fast durch bloße Anwesenheit helfen. Selbst die kleinsten Dinge in der Alltagsbetreuung helfen Familien, die nicht mehr weiterwissen. Die Dankbarkeit ist immer sehr groß.”

Kontakt zur Familienfeuerwehr

Das Notfallhandy ist werktags von 8 bis 18 Uhr unter 0175/3335979 erreichbar. Die Telefonzentrale erreicht man unter 949270. E-Mails können an h.baumsteiger@caritas-aachen.de gesendet werden.

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