„Falsche Ausfahrt“ führt einen Ungarn direkt ins Gefängnis

Von: red/pol
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Die Bundespolizei hat bei einer Kontrolle am Montagabend einen 29-jährigen Ungarn festgenommen, der sich illegal in Deutschland aufhielt. Symbolfoto: dpa

Aachen. Die Bundespolizei hat am Montagabend auf der Autobahn 4 in der Nähe des Kreuzes Aachen einen 29-jährigen Mann aus Ungarn aufgegriffen, der zuvor illegal aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist war. Der Mann behauptete später, lediglich die Ausfahrt nach Heerlen verpasst zu haben.

Für die Beamten gab es jedoch durchaus Grund, an der Aussage zu zweifeln. Wie sich herausstellte, hatte der Ungar mit seiner Grenzüberfahrt gegen Auflagen aus einer früheren Verurteilung verstoßen. Nun muss er nun eine Reststrafe von 532 Tagen antreten.

Gegen 22 Uhr geriet der 29-Jährige in die Kontrolle der Bundespolizei. Eine fahndungsmäßige Überprüfung ergab dann, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Passau vorlag. Das Amtsgericht Passau hatte den Mann im Mai 2011 wegen Drogenhandels zu 3 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Verbüßung von einem Teil der Strafe wurde er im Dezember 2012 abgeschoben. Außerdem wurde eine Wiedereinreisesperre verhängt und ein Vollstreckungshaftfehl erlassen, falls er wiedereinreisen würde.

In der Befragung durch die Bundespolizei gab der Mann an, dass er überhaupt nicht nach Deutschland fahren wollte. Er habe die Abfahrt nach Heerlen, wo er arbeitet, verpasst und wollte in Aachen direkt an der nächsten Ausfahrt abfahren und in die Niederlande zurückkehren. Die Ausrede akzeptierten die Beamten allerdings nicht. Der Ungar  wurde in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt gebracht und muss jetzt die Reststrafe absitzen.

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