„Faire Woche”: Vom Bananentag bis zu blutigen Diamanten

Von: Peter Motz
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Für fairen Handel: von links Mona Pursey („Eine Welt Forum”), Nils van Rey (Apollo Kino) und Patricia Rodriguez (Weltladen). Foto: Kurt Bauer

Aachen. „In Kokosmilch pochierte Hähnchenbrust mit südafrikanischer Senfsauce” - hört sich lecker an, oder? Und guten Gewissens essen kann man sie auch - im Sinne von fair gehandelten Lebensmitteln.

Die Zubereitung wird in einem Rezeptheft erklärt, das zur diesjährigen „Fairen Woche” erscheint. Die bundesweite Kampagne vom 14. bis 27. September wird in Aachen maßgeblich vom „Bündnis Fairhandel(n) in Aachen” getragen.

Initiiert wurde das Netzwerk 2006 unter anderem vom „Eine Welt Forum”. Dr. Mona Pursey ist dort Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Dabei hat sie drei Zielgruppen im Auge: die Verbraucher, die Händler und die Kommune. Das Ziel: auf allen Seiten das Bewusstsein schärfen für die Produktionsbedingungen, unter denen die Waren entstehen.

Vorbildlich handelt etwa der im Bündnis agierende Weltladen in der Jakobstraße. Dessen Mitarbeiterin Patricia Rodriguez weiß, dass der soziale und ökologische Handel auch ökonomisch funktioniert: „Unser Laden läuft sehr gut.”

Offiziell eröffnet wird die „Faire Woche” am Mittwoch, 16. September, um 20 Uhr im Apollo Kino, Pontstraße 141-149. Nils van Rey, Assistent der Geschäftsführung, sieht den ausgewählten Film „Blood Diamond” als gute Möglichkeit, den Diamantenhandel ins Blickfeld zu rücken, wo der Fair-Trade-Gedanke bei Kaffee oder Bananen schon eher im „Bewusstsein der Menschen angekommen” sei.

Ein anderes weniger präsentes Thema wird am Mittwoch, 23. September, ab 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Frére-Roger-Straße 8-10, in Film und Diskussion behandelt: Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen, mit der zum Beispiel billige Grabsteine ermöglicht werden.

Am gleichen Ort, zur selben Zeit, aber nach der Aktionswoche, nämlich am 29. Oktober, beleuchtet der Schweizer Journalist Klaus Werner-Lobo die Rolle der „Multis” in der Globalisierung. Und am 14. November gibt es eine „konsumkritische Stadtführung”. Zudem vermietet das „Eine Welt Forum” eine Ausstellung zum Thema fairer Handel. Näheres erfährt man unter 0241/894495-60.
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