Faire Kleidung: Bewusster gute Mode kaufen

Von: Svenja Pesch
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Aachen. „Kleider machen Leute“ – das wusste schon der Schweizer Dichter Gottfried Keller. Dass es allerdings gerade bei Kleidung sehr häufig um mehr Schein als Sein geht, darüber informiert das „Bündnis Fairhandel(n)“.

Bereits seit 2006 gibt es das Bündnis, zu dessen Akteuren das „Eine-Welt-Forum“, die Organisation „terre des hommes“, die Verbraucherzentrale, der Weltladen, die Arbeitsgemeinschaft „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ sowie das Evangelische Kirchenwerk gehören. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit zu fördern und zu etablieren sowie der Einsatz für eine neue, faire Form des Konsums.

Zwar ist Aachen seit 2011 Fairtrade-Stadt, dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass auf dem Sektor der Kleidung nur wenige fair gehandelte Produkte zu finden sind, wie Dr. Mona Pursey, Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit des „Eine-Welt-Forums“ erzählt: „Natürlich sind viele Dinge im Bereich des fairen Handels auf dem Markt, aber im Textilhandel herrscht Verbesserungsbedarf. Mit der Veranstaltungsreihe möchten wir Konsumenten und Händler gleichermaßen informieren und nützliche Tipps geben.“

Die Auftaktveranstaltung findet am Samstag, 20. Februar, ab 11 Uhr in der Citykirche St. Nikolaus statt. Unter dem Motto „Sozial verträglich und nachhaltig einkaufen in Aachen“ wird es neben einer Modenschau aus Secondhand-Kleidung auch einen Vortrag sowie eine Gesprächsrunde geben. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf der Frage, wie man fair gehandelte Kleidung bekannter machen kann und weshalb Millionen Menschen weltweit unter schlimmsten Bedingungen Mode anfertigen müssen. Spannend ist in dem Kontext auch, dass es bei Weitem nicht nur die typischen „Billigfirmen“ sind, die ihre Ware unter derartigen Bedingen anfertigen lassen, sondern auch namhafte Edellabels.

Umso wichtiger ist die Aufklärungsarbeit. In den folgenden Monaten werden neben Theaterworkshops auch Vorträge angeboten, die die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

„Zusätzlich haben wir unseren fairen Stadtplan digital überarbeitet“, erklärt Jan Salzmann von „terre des hommes“ und ergänzt: „Die Besucher können jetzt sowohl Lebensmittel als auch Textilien finden, die allesamt fair gehandelt sind. Besonders in der Jakobstraße merken wir, dass sich dort viele solche Läden gesammelte haben, was uns natürlich sehr freut.“ Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Mona Pursey hat abschließend noch einen Hinweis, der sich an Menschen aller Altersklasse richtet: „Ab Juli haben Interessierte die Möglichkeit, sich im Eine Welt Forum das „Welt-Glücksrad“ auszuleihen. Egal ob für die Schule, für private Feste oder für Sommercamps – die Fragen sind für jedes Alter geeignet und greifen die Probleme in all seinen Facetten auf. So schaffen wir es, dass mit viel Spaß das Bewusstsein für den fairen Handel gestärkt wird und die Menschen im Allgemeinen informierter sind.“

Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es im Internet unter: www.1wf.de sowie unter: www.fairhandeln.info

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