Fachkongress beschäftigt sich mit der „Sexualität von Jugendlichen“

Von: Christiane Chmel
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Aachen. Die eigene Sexualität zu finden, ist für Jugendliche in der heutigen Gesellschaft nicht einfach. Immer mehr spielen nicht nur erwachsene Vorbilder eine Rolle, sondern auch die Medien und mediale Kommunikation und Interaktion.

Der Fachkongress „Sexualität von Jugendlichen – Zwischen Neugier, Anpassung und Übergriffen“, der am 12. und 13. März im Technologiezentrum am Europaplatz stattfindet, beschäftigt sich mit verschiedenen Fragestellen rund um das Thema jugendlicher Sexualität.

Ein besonderer Schwerpunkt wird im Rahmen des Kongresses auf grenzüberschreitendes Verhalten gelegt, welches in sexuellen Übergriffen an nicht gleichberechtigten Partnern bestehen kann. Es wird auf Ursachen von sexuellen Grenzverletzungen geschaut, aber auch auf Möglichkeiten wirkungsvoller Hilfsansätze hingewiesen, die sich bereits in der Praxis bewährt haben. „Welche Vorstellungen und Sehnsüchte verbinden Jugendliche mit Sexualität? Welchen Einfluss hat Pornografie? Was sind die Ursachen für sexuell grenzverletzendes Verhalten?

Das sind einige der Fragen, auf die Vortragende und Workshop-Leiter eingehen werden“, erklärt Bernd Reiners, Psychologe beim Kinderschutz-Zentrum Aachen, der sich mit Fällen von sexuell übergriffigen Jugendlichen in Aachen beschäftigt. „Wir wollen aufklären und den Verantwortlichen mögliche Hilfen aufzeigen.“

Der überregionale Fachkongress, der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren organisiert und vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, richtet sich vor allem an Fachkräfte aus der Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit, die mit Jugendlichen arbeiten. Aber auch interessierte Laien können an den Workshops und Vorträgen teilnehmen, die am Donnerstag, 12. März, zwischen 9.30 und 17 Uhr und am Freitag, 13. März, von 9 bis 14 Uhr stattfinden.

Da die Stadt Aachen über keine speziellen Beratungsstellen für den Bereich „grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten Jugendlicher“ verfügt, werden unter anderen auch Experten von der stationären Einrichtung „Graf Recke Erziehung & Bildung“ aus Düsseldorf und der „Beratungsstelle Punktum aus Köln“ vor Ort referieren. Zudem werden auch Psychologen psychiatrischer Fach-Kliniken und Wissenschaftler von der Arbeitsgemeinschaft „Kindheit, Jugend und neue Medien“ Einblicke in ihre Arbeit geben. „Der Kongress stößt möglicherweise Bemühungen an, auch in Aachen in diesem Bereich ein Angebot zu machen“, erklärt Alfred Köster, Leiter der Erziehungs- und Beratungsstelle & des Kinderschutz-Zentrums Aachen.

Die Online-Anmeldung zum Fachkongress kann über die Internetseite www.kinderschutzbund-zentren.org/aachen2015 oder per Post/Fax oder E-Mail (die@kinderschutz-zentren.org) erfolgen. Der Tagungsbeitrag beträgt bei Online-Anmeldung 155 Euro. Weitere Informationen zum Kongress gibt es unter www.kinderschutz-zentren.org.

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