Fachhochschule zeigt sich in ganzer Vielfalt

Von: Joel Teichmann
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Aktionstag „Vielfalt erleben“ Die FH präsentierte erstmals eine Fülle von Angeboten wie hier mit Majken Klomp und Cornelia Balazs von der psychosozialen Beratung der Fachhochschule. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Vielfalt erleben“ – so lautete das Motto des Aktionstages der Fachhochschule (FH) Aachen. Zum ersten Mal stellten Beschäftigte sowie Studierende der FH am Donnerstag ihre genderbezogenen und vielfältigen Aktivitäten vor. Gleich 14 Informationsstände waren im Komplex an der Eupener Straße aufgebaut, zusätzlich gab es Vorträge und Filme.

„Wir begrüßen uns momentan noch selbst“, begann Prof. Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre, seine Eröffnungsrede um zehn Uhr. Besucher suchte man um diese Zeit nämlich noch vergeblich. Wirklich verwundert oder enttäuscht waren die Veranstalter darüber aber nicht: „Das ist ein Anfang. So etwas muss wachsen“, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte Judith Kürten. Zudem wurde der Großteil der Besucher erst gegen Nachmittag erwartet.

Der Tag solle die Menschen für Vielfältigkeit sensibilisieren, so Rosenkranz: „Es soll nicht versucht werden, Gruppen homogener zu machen, sondern mit der Diversität zu leben“. Und gerade die Studierenden der FH sind sehr divers. Einerseits gebe es Menschen mit Berufserfahrung, andererseits junge Abiturienten. „Außerdem haben wir einen hohen Anteil an internationalen Studierenden“, meinte Rosenkranz.

Trotzdem hat die FH noch Steigerungspotenzial, wie Christoph Heitzer, Stellvertreter der Schwerbehindertenvertretung für Mitarbeiter an seinem Stand erläuterte. In der Regel sollten fünf Prozent der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen schwerbehindert sein, ansonsten drohen Ausgleichzahlungen. „Letztes Jahr waren es hier aber nur 4,4 Prozent“, berichtete Heitzer.

Gleich daneben war der Stand der Psychosozialen Beratungsstelle, an dem der „Parcours der Vielfalt“ aufgebaut war. „Interessierte können sich mit den Arbeitsblättern beschäftigen, um die eigene Vielfalt zu entdecken“, sagte Majken Klomp von der Beratungsstelle.

Zum Beispiel sollten sich die Teilnehmer durch sogenannte „Gute-Laune-Fragen“ ein Bewusstsein schaffen, was sie wirklich glücklich macht. Auch das Akademische Auslandsamt sowie das „International Faculty Office“ informierten über ihre Arbeit. Beide Organisationen betreuen Gaststudierende und halten Kooperationen mit internationalen Hochschulen aufrecht.

„Es ist eine gute Gelegenheit, sich gerade bei den neuen Studierenden zu präsentieren“, erklärte Lilith Deutz vom International Faculty Office. Teil des Tagesprogramms waren auch zahlreiche Vorträge und Workshops rund um die Thematik der Vielfältigkeit. Ein Highlight war sicherlich die Preisvergabe des Fotowettbewerbs „Vielfalt erleben“: Es winkte eine Heißluftballonfahrt.

Den schwierigen ersten Schritt haben die Verantwortlichen durch die Premiere des Events nun gesetzt, der nächste Aktionstag soll dann in zwei Jahren folgen.

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