„face2face“: Junge Menschen bringen die Stadt in Bewegung

Von: Jessica Jumpertz
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Ab 5. Februar in der Kammer des Theaters Aachen: Sechs Mädchen und vier Jungen zeigen das Tanzstück „face2face“. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Jugendliche in weißen Kostümen tanzen aufeinander zu und bewegen sich voneinander weg, sie kämpfen, begegnen einander, sind neugierig. Mit Improvisation und Choreographie zeigen sechs Mädchen „face2face“.

Das Stück verknüpft Tanz und Fotografie und damit die Selbstwahrnehmung und den Ausdruck durch den Körper mit dem eigenen Blick auf Aachen. Am Sonntag, 5. Februar, kommt das Stück zur Uraufführung in der Kammer des Theater Aachen. Das Projekt wurde durch „Kultur macht stark“, ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, gefördert.

Bunt gemischte Truppe

Die Tänzer und Tänzerinnen sind zwischen 14 und 19 Jahre alt; völlige Neulinge sind ebenso dabei wie Tänzer mit mehrjähriger Praxis in verschiedenen Stilrichtungen. Die zehn Teilnehmer sind also eine bunte Truppe und proben seit den Herbstferien fleißig. Entfaltung der eigenen Fähigkeiten war und ist eines der Ziele des Projektes. Das Ergebnis soll zugleich eine Momentaufnahme im Leben der Jugendlichen sein.

„Uns hat interessiert, was die Jugendlichen an Aachen interessiert“, erklärt Katrin Eickholt, Projektleiterin und Dramaturgin des Stücks sowie Theaterpädagogin am Theater Aachen. Das spiegelt sich auch im Bühnenbild wider. Neben dem zeitgenössischen Tanz übten sich die Teilnehmer in Fotografie und machten unterschiedlichste Aufnahmen von Aachen, die während des Tanzstücks auf mobile Wände auf der Bühne projiziert werden.

„Dabei haben wir festgestellt, dass die sich alle an einem ganz zentralen Punkt treffen, nämlich dem Elisenbrunnen“, erzählt Eickholt. Der Blick auf Aachen und das Thema der Begegnung waren zwei große Themen des Projekts. Vor allem verschiedene Formen der Begegnung spiegeln sich in den Bewegungen und den Tanzfiguren der Jugendlichen wider. „Ziel war es, die Jugendlichen so natürlich wie möglich in ihrem Bewegungsstil zu lassen“, erklärt Choreographin Yvonne Eibig. „Man sieht auf der Bühne, dass alle Jugendlichen eine unterschiedliche Tanzsprache haben“, ergänzt Eickholt.

Hier ist ein weiteres Merkmal des Projektes erkennbar: Flexibilität. Es war von Beginn an so angelegt, dass das Stück als Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Teilnehmern entsteht. So mischen sich in dem circa einstündigen Stück nicht nur Fotografie und Tanz, sondern auch verschiedene Musikrichtungen und Tanzstile. Die Aufführung ist eines von drei Projekten in dieser Spielzeit am Theater Aachen, das sich unter anderem an Jugendliche mit einem multikulturellen Hintergrund richtet.

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