Aachen - „Face2Face“: Jugendliche tanzen ihr Leben

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„Face2Face“: Jugendliche tanzen ihr Leben

Von: Eva Onkels
Letzte Aktualisierung:
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Beeindruckende Bilder: Die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Projekts „Face2Face“ des Aachener Theaters ernteten bei der Premiere in der Kammer viel Applaus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist ein Stück, das in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregt – über die Formen, in denen man Menschen begegnet. Zehn Jugendliche mit unterschiedlichen Wurzeln setzen sich im neuen Stück in der Kammer des Aachener Theaters unter dem Titel „Face2Face“ mit dem Begegnen auseinander, aber auch mit dem Fremdsein, dem Angenommenwerden und dem Wohlfühlen.

Unterlegt mit Bildern aus Aachen, vorwiegend am Elisenbrunnen, und eigenen Porträtbildern tanzen die Jugendlichen rund 50 Minuten ohne größere Pause. Dabei bieten sie ein großes Spektrum an Ausdrucksweisen und Interpretationsmöglichkeiten. Choreographiert hat das Stück Yvonne Eibig, die Projektleitung und die Dramaturgie übernahm Katrin Eickholt.

Mal zärtlich, mal hart – die Musik ist so wechselhaft wie die Gefühle. Vier Monate haben die Jugendlichen geprobt. Ein Textbuch hat es nicht gegeben, die Tänzerinnen und Tänzer brachten ihre eigenen Idee und Wünsche, ihre Erfahrungen und ihre Musik in den Arbeitsprozess ein. Dabei liefen die Proben natürlich neben dem ganz normalen Alltag ab, neben Schule, Klassenarbeiten, Freunde treffen. Manchmal war das ziemlich anstrengend, aber bei der Premiere war von all der Anstrengung nichts mehr zu spüren. Mit Leichtigkeit schienen die Mädchen und Jungen über die Bühne zu schweben.

Einer Geschichte wurde bei der Aufführung nicht gefolgt, aber der Abend wurde unter anderem eingerahmt von einer Sprachaufnahme der Jugendlichen, die durcheinander in unterschiedlichen Sprachen gleichzeitig redeten. Es ging um viele Facetten des Lebens: um das Individuum, das Aneinandervorbeigehen, das Fremdsein, das Begegnen, die Selbstverwirklichung und vieles mehr. Es bauten sich Fronten auf, die wieder zerfielen, Kämpfe wechselten sich mit Partnerschaften ab, und Sicherheit und Frieden stellten sich ein. Nach der 50-minütigen Vorstellung gab es viel Applaus für die jungen Tänzerinnen und Tänzer, die im Anschluss noch einen fröhlichen Tanz zeigten, einen, bei dem sie sich gehen lassen konnten, bei dem sie zeigten, dass sie nicht nur für das Stück zusammengewachsen, sondern zu einem richtigen Team geworden sind.

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