Explosive Ausstellung im Kulturwerk

Von: Svenja Pesch
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Feuer, Flammen, Inferno: Explosive Motive stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung des Aachener Malers Martin Flesch. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Was haben Action-Star Arnold Schwarzenegger und eine Aachener Rathausexplosion gemeinsam? Ganz klar: Bei beiden geht es heiß und spannungsgeladen zu. Doch während Schwarzenegger in seinen Filmen stets versucht, mit waghalsigen Stunts die Situation zu entschärfen, steht Kaiser Karl dagegen regungslos, aber dennoch herrschaftlich mit dem Schwert in der Hand vor „seinem“ brennenden Rathaus.

Die bizarre Zusammenführung thematisiert Martin Flesch in seiner Ausstellung „Explosions“ in der Galerie des Kulturwerks in den Aachen-Arkaden.

Und so ungewöhnlich diese Kombination ist, so ungewöhnlich ist auch die Idee, aus der heraus die Bilder entstanden sind, wie Martin Flesch erzählt: „Mich faszinieren Hinterhöfe. Und als ich gerade einen malte, kam ich an einem bestimmten Punkt nicht weiter. Dann kam mir die Idee, diese Stelle, die ich malerisch nicht so erfassen konnte, wie ich das wollte, einfach durch eine gezeichnete Explosion zu verdecken. Da mir das aber so gut gefallen hat, begann ich kurzerhand eine ganze Serie mit Explosionen anzufertigen.“ Seine nun für die Ausstellung zusammengefassten Arbeiten sind alle innerhalb der vergangenen vier Jahre entstanden.

Neben Schwarzenegger hängen Bilder mit Gesichtern von Bruce Willis, Sylvester Stallone und Batman an den Wänden. Portraits sind Fleschs zweites Standbein, wobei ihn doch am meisten das Zusammenspiel von Licht, Rauch und Feuer fasziniert. Schwarze Wolken, ein mitunter feuerroter Himmel und gelbe Stichflammen lassen Gebäude – dem Titel der Ausstellung entsprechend – explosiv erscheinen. Der gebürtige Aachener Flesch, der an der Fachhochschule Grafikdesign studierte, trägt bei seinen Werken klassisch Öl auf Leinwand auf. Dass er dabei Karl den Großen als Action-Figur vor dem in Flammen aufgehenden Rathaus zeigt, ist zwar eine kleine Provokation. Doch auch im laufenden Karlsjahr ist das wohl im Kanon ungewöhnlicher Aktionen kein Frevel.

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