Experten-Tagung „Demenz am Lebensende“ im Luisenhospital

Von: Esra Güner
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Fachtagung „Demenz am Lebensende“: Im Luisenhospital zeigten Dr. Andreas Theilig, Oberärztin Sabine Heddenhausen und Dr. Klaus Maria Perrar (rechts) die verschiedenen Aspekte der schwierigen Fragestellung auf. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sterben Menschen mit Demenz anders? Woran erkennt man, wann der Sterbeprozess beginnt? Wie können Angehörige in den Prozess eingebunden werden? Die palliativmedizinische Versorgung von Demenzpatienten birgt viele Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Die Tagung „Demenz am Lebensende“ im Luisenhospital hat sich mit genau diesen beschäftigt.

Mehr als 100 Fachleute aus der Region – darunter Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter – waren der Einladung der Alexianer Aachen GmbH gefolgt. Alle haben sie gemeinsam, dass sie Demenzerkrankte im Krankenhaus, zu Hause oder im Seniorenheim behandeln und begleiten.

In seiner Begrüßung machte Dr. Andreas Theilig, Chefarzt der Gerontopsychiatrie am Alexianer Krankenhaus, das Ziel der Veranstaltung deutlich: Erfahrungen der Palliativmedizin und der Gerontopsychiatrie zusammenbringen und austauschen, damit möglichst viele davon profitieren. In vier Workshops stellten jeweils ein Referent aus der Palliativmedizin und Gerontopsychiatrie Konzepte zu medizinischen und ethischen Fragestellungen vor und luden ein zur Diskussion.

Dass viel Diskussions- und Forschungsbedarf besteht, bewies bereits das Impulsreferat von Dr. Klaus-Maria Perrar von der Universitätsklinik Köln. Er nannte sowohl neue Studienergebnisse als auch verschiedene Besonderheiten, die es in der letzten Lebensphase von Demenzkranken zu beachten gibt. Beispielsweise litten viele unter Ernährungsproblemen. Mit Verständnis, angepasster Kost und kleinen Tricks könne man aber demente Patienten zur Nahrungsaufnahme anregen.

Mit derartigen Besonderheiten wird Elisabeth Reul regelmäßig in ihrem Alltag konfrontiert. Die Tagungsteilnehmerin arbeitet in einer Wohngemeinschaft mit Demenzkranken zusammen. Der Praxisbezug der Veranstaltung war ihr deshalb besonders wichtig.

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